28.000 Kündigungen – schlechtes Omen für die Disney-Aktie?!

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28.000 Kündigungen – schlechtes Omen für die Disney-Aktie?!
Walt Disney Shop Disney-Aktie

Lange Zeit über konnte Walt Disney auf Kündigungen verzichten. Kein leichtes Unterfangen, immerhin mussten die Vergnügungsparks lange Zeit komplett geschlossen bleiben, nur phasenweise haben vereinzelte Parks ihre Pforten für Gäste geöffnet. Ein Großteil der Umsätze von Walt Disney ist auf die Freizeitparks zurückzuführen, weshalb die Disney-Aktie trotz Streaming-Ambitionen seit Anbeginn der Coronakrise unter Druck steht. Auch das Film- und Kreuzfahrtgeschäft ist betroffen, was die Lage nicht vereinfacht. Aufgrund der schwierigen Situation sieht sich das House of Mouse nun doch dazu gezwungen, Kündigungen vorzunehmen.

28.000 Kündigungen bei Walt Disney

Insgesamt sind etwa 28.000 Beschäftige von den Kündigungen betroffen. Hauptsächlich trifft es dabei Mitarbeiter in den angeschlagenen Freizeitparks. Laut Unternehmensangaben sind rund 67 % der Betroffenen Teilzeitkräfte. Bereits seit April waren einige Angestellte beurlaubt, die aber weiterhin ihre Beiträge zur Krankenversicherung erhalten haben.

Unternehmen, die mit Walt Disney im Freizeitsegment konkurrieren, hatten bereits viel früher Kündigungen für Angestellte ausgesprochen. Walt Disney wollte bis zuletzt auf solche Maßnahmen verzichten, aber wie auch Spartenchef Josh D’Amaro mitteilt, gab es keine Alternative mehr. Wie können Investoren diese Hiobsbotschaft in Bezug auf die Disney-Aktie nun einordnen?

Disney-Aktie ohnehin unter Druck

Gesellschaftlich gesehen, ist diese Kündigungswelle sehr schade, allerdings war es absehbar. Vermutlich wollte die Mickey-Mouse-Company die Situation bis zur Besserung aussitzen, um Kündigungen zu vermeiden. Da die Umsätze sich kurz- und mittelfristig im Freizeitsegment wohl nicht erholen werden, war es Zeit, an der Reißleine zu ziehen und weitere Maßnahmen zur Kosteneinsparung zu treffen. Eine Entscheidung, die man aus unternehmerischer Sicht verstehen kann, zumal bei anziehender Nachfrage sehr wahrscheinlich wieder Einstellungen vorgenommen werden.

Unabhängig von der Kündigungswelle bleibt die Disney-Aktie aufgrund der Auswirkungen durch die Coronakrise unter Druck. Das Streaming-Geschäft ist gut angelaufen, aber noch ist es ein kleinerer und defizitärer Anteil an dem großen Ganzen. Für langfristige Investoren könnte hier eine Value-Chance lauern, die allerdings mit starken kurz- bis mittelfristigen Risiken behaftet ist.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Walt Disney und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2021 $60 Call auf Walt Disney und Short October 2020 $125 Call auf Walt Disney.

Motley Fool Deutschland 2020

Foto: The Motley Fool

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