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Boeing: FAA: „Maschinen bleiben Monate auf dem Boden“ – Klagewelle im Anflug?

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Die Fluglinie Norwegian hat bereits in einer Videobotschaft angekündigt die entstandenen Kosten durch das Flugverbot Boeing auf den Tisch zu legen: „Wir werden die Rechnung an die schicken, die die Flugzeuge herstellen“. sagte Airline-Chef Björn Kjos am Dienstag.

Boeing: FAA: „Maschinen bleiben Monate auf dem Boden“ – Klagewelle im Anflug?

Tui kostet der Flugstopp seiner Mittelstreckenflugzeuge vom Typ Boeing 737 Max nach eigenen Angaben rund drei Millionen Euro pro Woche. Betroffen seien alle 15 Maschinen, sagte ein Tui-Sprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Der weltgrößten Reisekonzern wird sicherlich ebenfalls versuchen die Kosten an Boeing weiterzureichen. Damit könnte auf den amerikanischen Flugzeugbauer ein Klagewelle zukommen, da sicherlich noch weitere Fluggesellschaften Schadensersatz fordern werden, sollte sich als Absturzursache ein Fehler von Boeing ergeben.

Flugverbot könnte Monate dauern

Die US-Luftfahrtbehörde FAA stellt sich auf eine längere Stilllegung der Maschinen des Typs Boeing 737 Max ein. Er rechne mit einer Wiederaufnahme der Flüge „innerhalb von ein paar Monaten“, sagte der amtierende Behördenchef Daniel Elwell vor Journalisten, wie unter anderem das „Wall Street Journal“ in der Nacht zum Donnerstag berichtete.

Am Mittwoch hatten schließlich auch die US-Behörden beschlossen, Flugzeuge des Typs am Boden zu lassen, nachdem sie sich zunächst trotz Flugverboten in anderen Ländern dagegen entschieden hatten. Es habe jedoch neue Erkenntnisse gegeben, dass der Absturz einer 737 Max in Äthiopien am vergangenen Wochenende Ähnlichkeiten mit dem Crash eines baugleichen Flugzeugs im vergangenen Oktober in Indonesien aufwies, hieß es zur Begründung für die Kehrtwende. Damit bleibt der Großteil der weltweiten 737-Max-Flotte am Boden.

„Ähnlichkeiten bei den Abstürzen“

Experten vermuten, dass eine Assistenzsoftware in den neuen Boeing-Maschinen eine Rolle bei beiden Abstürzen gespielt haben könnte. Bei den neuen Erkenntnissen dürfte es sich um Daten der Firma Aireon gehandelt haben, die Flugzeugbewegungen mit Hilfe von Satelliten überwacht. Der Aireon-Bericht habe deutlicher als alle bisherigen Informationen gezeigt, dass es Ähnlichkeiten zwischen den beiden Abstürzen gebe, sagte Elwell. Aireon sammelt in kurzen Abständen von den Maschinen übertragene Daten wie Flughöhe, Geschwindigkeit und Position.

Flugschreiber werden in Frankreich untersucht

Nach dem Absturz einer Boeing 737 Max 8 der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines sollen die beiden Flugschreiber in Frankreich ausgewertet werden. Das bestätigte am Donnerstag die äthiopische Verkehrsministerin Dagmawit Moges. Zuvor hatte die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet, die Flugschreiber sollten noch am Donnerstag bei der französischen Luftsicherheitsbehörde Bureau d’Enquêtes et d’Analyses (BEA) eintreffen. Die BEA erklärte via Twitter, die äthiopischen Behörden hätten bei der Untersuchung um Unterstützung gebeten.

onvista/dpa-AFX

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