Bundesliga will drohende Finanzlücke mit Sky-Vorschuss stopfen

Reuters

München (Reuters) - Die Fußball-Bundesliga könnte eine drohende Finanzlücke bei einem Abbruch der laufenden Saison mit einem Vorschuss des Pay-TV-Senders Sky zumindest teilweise stopfen.

Ein Sky-Sprecher bestätigte am Freitag "aktive Diskussionen mit der DFL mit dem Ziel, auch im Hinblick auf Lizenzzahlungen und deren potentielles Timing konstruktive Lösungen zu finden". Die DFL wollte sich zu den Gesprächen nicht äußern. Wenn die Spielzeit wegen der grassierenden Coronavirus-Pandemie abgebrochen werden müsste, fehlen den 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga rund 750 Millionen Euro in der Kasse. Allein 300 Millionen bekämen die Vereine der Deutschen Fußball-Liga (DFL) für die Fernsehrechte an den ausstehenden neun Spieltagen.

Sky überträgt seit Jahren den Großteil der Bundesliga-Spiele live. Der Vertrag der Fernseh-Plattform, die zum US-Medienriesen Comcast gehört, läuft noch bis zum Sommer 2021. Die DFL hofft, die Mitte März unterbrochene Saison mit "Geisterspielen" von Mai bis Ende Juni noch durchziehen zu können. Dann entgingen den Klubs zwar die Zuschauer- und ein Teil der Sponsoring-Einnahmen, doch flössen wenigstens die Fernsehgelder. Die Ausfälle gingen bei einigen Klubs an die Substanz, hatte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert gewarnt.

Parallel zu den Gesprächen mit Sky prüfe die DFL noch andere Finanzierungsmöglichkeiten, hieß es in Finanzkreisen. Angebote von Finanzinvestoren, über die die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet hatte, habe die DFL aber zurückgewiesen.

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