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DAX: CRASH oder RALLY ?!

Harald Weygand

Eingangs zunächst ein paar beeindruckende Charts.

Eigentlich müßte ab Oktober eine Jahresendrally starten. Bisher ist davon eher das Gegenteil zu sehen. Keine Rally. Anbei eine Grafik, die den saisonalen Verlauf des S&P 500 Index während eines Midterm-Jahres zeigt. Mal schauen, ob da noch etwas nach hinten hin folgt. So ist das mit Statistiken, sie geben letztenendes Wahrscheinlichkeiten an. Nicht immer tritt das ein, was die Wahrscheinlichkeitsmuster erwarten lassen.

Der Katastrophenchart. Der S&P 500 Index in diesem Jahr sieht ähnlich aus wie der S&P 500 im Jahr 2000 und 2007. Also jeweils vor Beginn größerer Bärenmärkte. Auch liegen in dem Big Picture Chart bärische indikatorentechnische Divergenzen vor. Wir müssen uns die aktuelle Lage objektiv anschauen, ohne Wünsche hinein zu interpretieren. Ich habe den bullischen saisonalen Chart veröffentlicht und nun diesen eher bärischen. Es ist ein einzelnes Informationspuzzlesteinchen in dem Gesamtmosaik der Finanzmarktanalyse. Handelt niemals nur auf Basis einer einzigen Information. Tragt stattdessen mehrere Informationen zusammen. Oft ergibt sich ein heterogenes Gesamtbild und es gilt als Anleger abzuwägen.

Ein weiterer interessanter Chart, Ratio Rohstoffe versus US Aktienmarkt.

Die Ratio steht wieder nahe 0. In den 1970er Jahren stand sie schon einmal so tief. Es stellt sich die Frage nach einer größeren Trendwende nach oben. Das würde steigende Rohstoffpreise bedeuten. Wie Sie sehen, entstehen Hochpunkte recht schnell als Spike, die Tiefpunkte allerdings zeitlich ausgedehnt.

Seit Mai 2017 korrigiert der DAX auf der Unterstützung bei 11.870 seitwärts. Bei dem Seitwärtskorrekturmuster handelt es sich um eine klassische bärische SKS. Mit dem Bruch der 11.870er Marke wird auch die Aufwärtstrendlinie seit März 2009 aufgegeben. Die Situation ist insofern brisant.

Unterhalb von 11.870 sehe ich den DAX eher bärisch. Es besteht die Gefahr einer größeren Korrekturausdehnung nach unten. Bei 10.850 Punkten liegt eine Unterstützung im Markt, die der 11.870er vergleichbar ist. Die Situation ist aber nicht eindeutig bärisch, weshalb ich beispielsweise keine Shortposition auf den DAX aufbauen würde. Der Monat Oktober ist noch lang, in ihm kann noch viel geschehen. Aus heutiger Sicht bekomme ich im DAX erst dann wieder ein mittelfristiges Kaufsignal, wenn er dynamisch über 12.500 ansteigen kann. Unterhalb von 12.500 und erst recht unterhalb von 11.870 bewegen wir uns in einem Tradingmarkt.

Chart2 zeigt, dass der DAX seit Mitte des Jahres korrelationstechnisch an den Emerging Markets und dem Shanghai Composiste hängt. Das ist insofern aus technischer Sicht nicht gut, weil beide letztgenannte zu den technischen Underperformern gehören. Das heißt, dass der Korrelationstrend den DAX runterzieht.

DAX Big Picture

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DAX,Emerging Markets, China im direkten Vergleich

Der folgende Chart zeigt, dass der MSCI World Automobile und Zulieferer Industrie Index vom Verlauf dem Shanghai Index ähnelt. Und tatsächlich ist zu lesen, dass am chinesischen Automarkt die Zulassungen zuletzt deutlich zurückgegangen sind. Der chinesische Automarkt ist mittlerweile der wichtigste Absatzmarkt für deutsche und US Autobauer. Also aus der Richtung kommt wieder etwas ...

Performanceentwicklung des Realmoneydepots, das ich auf Guidants PROmax führe. Der zweitägige Bounce an den Aktienmärkten in dieser Woche hat das Depot im Oktober um +1,56 % hochgezogen. Wir waren 1-2 Handelstage DAX und Dow Jones long. Und sind jetzt wieder 100 % cash. Jahresperformance 2018 auf Hoch bei +35,60 %. Die Performance wird durch viele Trades mit insbesondere seit Mai geringem Risiko erreicht, nicht durch 1-2 All-in Zocks!!!

Wenn wir wieder ein schönes Chartsignal sehen, gehen wir wieder kurzfristig in den Markt, um dann meist relativ schnell nach mehreren Stunden oder Tagen wieder rauszugehen.

Schauen Sie sich die Statistik an. 45,48 % Gewinn-Trades. Das heißt, dass jeder zweite Trade ausgestopt wurde. Das gehört zum Geschäft des aktiven Tradings dazu!

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Ich trade vornehmlich Indizes wie DAX, Dow Jones, S&P500, Nasdaq100, manchmal Nikkei. Außerdem Öl und Gold. Gelegentlich Aktien.

(© BörseGo AG 2018 - Autor: Harald Weygand, Head of Trading)
Hinweis: Die Inhalte der Kolumnen dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des jeweiligen Autors wieder. Für den Inhalt der Kolumne ist allein der jeweilige Autor verantwortlich.
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Expertenprofil
Harald Weygand Harald Weygand Head of Trading bei GodmodeTrader.de

Harald Weygand entschied sich nach dem Zweiten Staatsexamen in Medizin, einer weiteren wirklichen Leidenschaft, dem charttechnischen Analysieren der Märkte und dem Trading, nachzugehen.

Nach längerem, intensivem Studium der Theorie ist Weygand als Profi-Trader seit 1998 am Markt aktiv. Im Jahr 2000 war er einer der Gründer der BörseGo AG und des Portals www.GodmodeTrader.de . Dort ist er für das charttechnische Coverage von Aktien, Indizes, Rohstoffen, Devisen und Anleihen sowie die fachliche Führung des Traderteams zuständig.

Über die Branche hinaus bekannt ist der Profi-Trader für seine Finanzmarktanalysen sowie aufgrund seiner Live-Analysen auf Anlegerveranstaltungen und Messen. Weygand ist zudem gern gesehener Interviewgast bei N24, n-tv und dem Deutschen Anlegerfernsehen.

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16.11.2018, 23:44, BNP Paribas Indikation

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