Den „Sweet Spot“ nutzen

Klaus Brune

Es ist eine Phase, wie es sie an den Kapitalmärkten nicht allzu häufig gibt: Wenn konjunkturelle Erholung und lockere Geldpolitik der Notenbanken zusammentreffen, sprechen Börsianer gerne von einem „Sweet Spot“; einem optimalen Punkt, an dem sich Investments ganz besonders auszahlen. Die lockere Geldpolitik existiert bereits seit Jahren, aber jetzt kommt der Faktor der wirtschaftlichen Erholung hinzu. Denn die Rezession, auf die die Börsen-Welt seit langem gewartet hat, haben wir nun hinter uns.

Zumindest Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding sieht keine Gründe, die in nächster Zeit zu einem Abschwung führen könnten. „Ein neuer Zyklus hat begonnen“, was im Regelfall ein Wachstum über dem Trend bedeute, zeigt er sich im Austausch mit PLATOW zuversichtlich. Die kommenden zwei Jahre könnte der Sweet Spot am Kapitalmarkt andauern. Auch wir halten diesen Ausblick trotz der tiefen Einschnitte, die Corona hinterlassen hat, für gar nicht so abwegig: Der Einzelhandel ist bereits wieder angelaufen. Im Sommer kamen auch Industrie und Außenhandel langsam wieder in Gang und werden in den nächsten Monaten weiter zulegen. Im Frühjahr 2021 dürfte zudem in den Führungsetagen vieler Unternehmen neue Zuversicht einziehen. Schmieding rechnet damit, dass Investitionen im weiteren Jahresverlauf zunehmen und klassische Fiskalstimuli spürbar werden.

Diese rosigen Aussichten stehen und fallen mit medizinischen Erfolgen gegen das Corona-Virus. Die Risiken bleiben hoch, zumal in den USA Wahlen anstehen. Aber der Sweet Spot ist da und sollte genutzt werden. Dafür bieten sich zyklische Aktien an. Besonders der Auto-Sektor könnte zum Performance-Bringer werden, nachdem der Absatz in China wieder zunimmt. Auch generell werden wir für das verarbeitende Gewerbe zuversichtlicher. Mit Maschinenbauern ist ab 2021 wieder zu rechnen.

Haftungsausschluss:

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Expertenprofil
Klaus Brune Klaus Brune Ressortleiter Börse PLATOW Verlag

Klaus Brune leitet seit Juli 2017 das Börsen-Ressort des PLATOW Verlags. Nach einem Studium der Amerikanistik in Frankfurt und Carbondale, lllinois (USA), berichtete er mehr als 20 Jahre auf Deutsch und auf Englisch über die internationalen Finanzmärkte. Bei der News Corp. war er zuletzt als Managing Editor für die deutschsprachige Redaktion von Dow Jones News verantwortlich, zuvor leitete er fast zehn Jahre lang als stellvertretender Redaktionsleiter das Reporternetzwerk des Unternehmens.

Bei der PLATOW Redaktion verantwortet er die beiden Publikationen „PLATOW Börse“ und „PLATOW Emerging Markets“. Im Fokus stehen dabei Aktien, welche sich im Normalfall durch ein bewährtes Geschäftsmodell, eine moderate Bewertung und einen stabilen Newsflow auszeichnen. Als Beimischungen werden auch „Fallen Angels“ mit starkem Kurserholungspotenzial oder kurzfristige Spekulationen mit entsprechend höherem Risiko eingesetzt. Mit seinem Redaktionsteam führt Klaus Brune jährlich mehrere hundert Hintergrundgespräche mit Vorständen und anderen Insidern börsennotierter Gesellschaften.

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