dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende

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ROUNDUP 2: Lufthansa will Auflagen der EU-Kommission für Rettungspaket annehmen

BERLIN/BRÜSSEL/FRANKFURT - Die schwer angeschlagene Lufthansa will Auflagen der EU-Kommission für das geplante milliardenschwere Rettungspaket der Bundesregierung annehmen. Wie der Konzern in der Nacht zu Samstag mitteilte, beschloss der Vorstand, einen zuvor zwischen Berlin und Brüssel ausgehandelten Kompromiss zu akzeptieren. Demnach muss die Lufthansa Start- und Landerechte an den Flughäfen Frankfurt und München an Wettbewerber abgeben.

Kreise: Airbus erwägt Produktionskürzungen für A320-Flugzeug

LONDON - Der Flugzeugbauer Airbus erwägt in der Krise offenbar weitere Produktionskürzungen. So wolle der Konzern in der kommenden Woche diskutieren, die Fertigung des Schmalflugzeugs A320 zu verringern, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet. Im April hatte Airbus die Produktion schon um ein Drittel zusammengekürzt. Dem MDax -Unternehmen dürfte Experten zufolge in diesem Jahr die Nachfrage wegbrechen, weil die Corona-Krise die Fluglinien unter Druck setzt./fba

'Wiwo': Tata denkt neu über Allianz mit Thyssenkrupp nach

FRANKFURT - Der indische Stahlkonzern Tata zieht einem Bericht zufolge erneut eine Kooperation mit Thyssenkrupp im europäischen Stahlgeschäft in Erwägung. Die Manager des Konzerns erwägen einen neuen Anlauf, berichtet die "Wirtschaftswoche" (Wiwo). Ein Thyssenkrupp-Sprecher wollte den Bericht gegenüber der dpa nicht kommentieren.

ROUNDUP 3: Datteln 4 geht ans Netz - Umweltschützer protestieren gegen Kraftwerk

DATTELN - Umweltaktivisten haben am Samstag im nördlichen Ruhrgebiet weitgehend friedlich gegen das gerade in Betrieb genommene Kraftwerk Datteln 4 protestiert. "Es ist ein postfaktisches Kraftwerk, alle Fakten sprechen dagegen", sagt Luisa Neubauer von Fridays for Future. Es sei eine Provokation, den Kohleausstieg mit einem neuen Kohlekraftwerk einzuleiten. Datteln 4 müsse wieder vom Netz gehen und das deutlich vor 2037.

Mieter fürchten Aufstieg von Deutsche Wohnen in den Dax

BERLIN - Der absehbare Börsenaufstieg des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen in den Leitindex Dax erfüllt Mietervertreter mit Sorge. Das Unternehmen mit bundesweit 160 000 Wohnungen werde noch stärker in den Fokus internationaler Investoren rücken, hieß es beim Deutschen Mieterbund. Diese erwarteten hohe Dividenden auch vom zweitgrößten privaten Vermieter im Land. "Der Druck zu Mietsteigerungen wird daher steigen", sagte Sprecherin Jutta Hartmann. "Für Mieter ist es daher kein Grund zur Freude."

Keine Entschädigung für Massenentlassung bei Air Berlin

BERLIN - Trotz unwirksamer Kündigung können frühere Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin nicht auf eine Entschädigung hoffen. Nach Angaben von Insolvenzverwalter Lucas Flöther reicht die Insolvenzmasse dafür nicht aus. Das hat Flöther in dieser Woche beim zuständigen Berliner Amtsgericht Charlottenburg angezeigt - bald drei Jahre nach der Insolvenz der einst zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft.

Industrieverband fordert Kaufprämie für Elektroautos und Verbrenner

BERLIN - Der Industrieverband BDI hat sich in der Diskussion um die umstrittene Autoprämie erneut hinter die Autohersteller gestellt. BDI-Präsident Dieter Kempf forderte in der "Welt am Sonntag" eine solche Prämie sowohl für E-Autos als auch für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Bei der Förderung müsse es im Kern um Investitionen und Klimaschutz gehen. "Deshalb ist es durchaus sinnvoll, hierbei auch Fahrzeuge mit modernen und effizienten Verbrennungsmotoren zu fördern, wenn dadurch bestehende Anreize für Elektromobilität nicht verwässert werden."

Rabattstudie: Kaum Anreize zum Autokauf im Mai

FRANKFURT/DUISBURG - Trotz des Markteinbruchs infolge der Corona-Krise gibt es für Neuwagenkäufer derzeit in Deutschland nur wenige Kaufanreize. Zu diesem Schluss kommt die regelmäßige Rabattstudie des Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen für den Monat Mai. Unmittelbar vor dem Berliner Spitzengespräch um ein großes Konjunkturprogramm verhielten sich die Hersteller abwartend, beschreibt Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer die Lage. Audi hat es der Konzernmutter VW gleich getan und sogar noch kurzfristig die Preise erhöht.

Tausende demonstrieren in Frankreich gegen Sparplan von Renault

MAUBEUGE - Nach der Ankündigung des Sparplans von Renault haben Tausende Menschen in Nordfrankreich demonstriert. Wie französische Medien am Samstag berichteten, versammelten sich die Menschen in der unweit der Grenze zu Belgien gelegenen Stadt Maubeuge. Dort betreibt Renault ein großes Werk. Gewerkschaften hatten demnach zu dem Protest aufgerufen.

Credit Suisse gewährt Corona-Kredite für 2,8 Milliarden Franken

BERN (awp) - Die Grossbank Credit Suisse (CS) hat in der Corona-Krise 15 400 Kredite im Gesamtvolumen von 2,8 Milliarden Franken (2,62 Milliarden Euro) ausgesprochen. Das neue System habe gut funktioniert, sagte CS-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner in der Sendung "Samstagsrundschau" von Radio SRF.

Flughafen Hahn verbucht im April mehr Frachtgeschäft

HAHN - Im stark von der Corona-Pandemie geprägten April hat der Hunsrück-Flughafen Hahn mehr Fracht verbucht als im Vorjahresmonat. Das Frachtgeschäft steigerte sich um 47,3 Prozent auf 20 281 Tonnen, wie aus der jüngsten Statistik der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) hervorgeht. Bei vielen anderen größeren deutschen Airports gab es dagegen eine rückläufige Entwicklung. Von Januar bis April 2020 legte das Hahn-Frachtgeschäft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,1 Prozent auf 62 710 Tonnen zu.

Postbank will an dichtem Filialnetz festhalten

FRANKFURT/BONN - Einen Kahlschlag im vergleichsweise dichten Filialnetz der Postbank wird es trotz positiver Erfahrungen mit digitalen Kanälen in der Corona-Krise nicht geben. "Wir haben unser Filialnetz in den vergangenen Jahren immer wieder arrondiert. Wenn sich das Kundenverhalten deutlich verändert, würden wir weitere Anpassungen vornehmen. Natürlich schauen wir auch auf die Profitabilität der einzelnen Standorte", sagte der Vertriebsvorstand des zum Deutsche-Bank-Konzern gehörenden Bonner Instituts, Lars Stoy, der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. "Entscheidungen zu Filialschließungen gibt es momentan aber nicht."

LEG-Chef von Lackum erwartet steigende Mietpreise

FRANKFURT - Die Corona-Krise dürfte den Anstieg der Mietpreise nicht abwürgen, glaubt Immobilienmanager Lars von Lackum. "Die hohen Mieten von Luxuswohnungen steigen vermutlich nicht mehr so stark", sagt der Chef von LEG Immobilien im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Aber für die Wohnungen im günstigen und mittleren Preissegment, in dem wir aktiv sind, gehe ich davon aus, dass die Mieten weiter teurer werden."

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/fba

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