IAB-Forscher - Erstmals seit Corona-Krise positive Signale am Arbeitsmarkt

Reuters

Berlin (Reuters) - Arbeitsmarktexperten sehen Hoffnungssignale am deutschen Jobmarkt.

Erstmals seit Beginn der Corona-Krise liege der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im September nicht mehr im negativen Bereich, teilte das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit am Montag mit. Es gebe Hinweise auf eine sinkende Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten. "Ein halbes Jahr nach dem Shutdown verbessern sich die Aussichten, Arbeitslosigkeit wieder abzubauen", sagte IAB-Fachmann Enzo Weber. Eine Rolle spiele dabei aber auch, dass Corona-bedingte Sondereffekte wie die starke Verringerung von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den kommenden Monaten nachlassen dürften.

"Der Arbeitsmarkt hat sich gefangen, derzeit wird weniger entlassen als vor der Krise", sagte Weber. Die schnelle Erholung der Wirtschaft nach der Aufhebung vieler Corona-Beschränkungen und der Umsetzung staatlicher Hilfspakete habe den Abwärtstrend gestoppt. "Verzögerte Insolvenzen und die in vielen Staaten steigenden Infektionszahlen stellen aber Risiken dar." Zudem hätten sich aktuell viele Personen vom Arbeitsmarkt zurückgezogen, und die Zuwanderung, die über Jahre das Arbeitskräftepotenzial deutlich erhöht hatte, falle derzeit weitgehend aus. Das IAB hatte am Freitag seine aktuelle Prognose für 2020 vorgelegt. Demnach steigt die Arbeitslosigkeit im Jahresschnitt um 440.000 auf gut 2,7 Millionen und sinkt im nächsten Jahr um 100.000 Personen.

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