Ifo - Unternehmen wollen einstellen - "Risiken wegen Corona"

Reuters

Berlin (Reuters) - Die deutschen Unternehmen bleiben bei Einstellungen vorsichtig optimistisch.

Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im Oktober um 0,2 auf 96,5 Punkte, wie das Münchner Institut am Mittwoch zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. "Das deutet auf eine steigende Zahl von Beschäftigten im vierten Quartal hin, es bleiben aber Risiken wegen der Coronakrise", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

In der Industrie kletterte das Barometer bereits den fünften Monat in Folge. "Trotzdem planen mehr Unternehmen Entlassungen als Einstellungen", sagte Wohlrabe dazu. Die Dienstleister wollen mehr Personal aufbauen, sind aber etwas zurückhaltender als im Vormonat. Der Handel profitiert erneut von einer guten Konsumstimmung: Dort sind vermehrt Neueinstellungen geplant. Auch die Baubranche erhöht dem Ifo-Institut zufolge ihre Mitarbeiterzahlen kontinuierlich.

Die Corona-Rezession im ersten Halbjahr hat deutliche Spuren am Arbeitsmarkt hinterlassen. So sind trotz der massiven Inanspruchnahme der Kurzarbeit bis zum August 670.000 Jobs weggefallen. Die führenden Institute gehen in ihrer Gemeinschaftsdiagnose davon aus, dass die Zahl der Erwerbstätigen das Vorkrisenniveau erst zur Mitte des Jahres 2022 wieder erreichen dürfte.

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