Kreditfluss im Euro-Raum verliert zum Jahresstart kaum an Schwung

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Die starke Kreditaufnahme von Firmen im Euro-Raum hat trotz der zweiten Corona-Welle auch zum Jahresstart kaum nachgelassen.

Im Januar reichten die Banken 7,0 Prozent mehr Darlehen an Firmen aus als vor Jahresfrist, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte. Im Dezember hatte der Zuwachs noch bei 7,1 Prozent gelegen. Die Geldhäuser vergaben im Januar an die Privathaushalte 3,0 Prozent mehr Kredite als ein Jahr zuvor. Im Dezember hatte das Plus bei 3,1 Prozent gelegen.

Um den Kreditfluss an die Wirtschaft während der Corona-Krise zu stützen, hat die EZB umfangreiche geldpolitische Hilfspakete auf den Weg gebracht. Unter anderem legte die Notenbank ein massives neues Anleihe-Kaufprogramm auf, das inzwischen bereits zwei Mal aufgestockt wurde. Mittlerweile ist es auf 1,85 Billionen Euro angelegt. Dazu kommen langfristige Liquiditätsspritzen für Banken zu sehr günstigen Konditionen. Firmen haben sich während der Krise verstärkt vorsorglich mit Krediten eingedeckt. Damit wollen sie verhindern, dass sie wegen einbrechender Geschäfte in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

Die Geldmenge M3 nahm im Januar um 12,5 Prozent zu. Volkswirte hatten mit einem Anstieg in der Höhe gerechnet. Zu M3 zählen unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten und Geldmarktpapiere. Auf mittlere und lange Sicht gilt die Messgröße als ein Indikation für die Entwicklung der Inflation.

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