Morgan Stanley: Sehr gute Quartalszahlen hätten noch besser sein können – Hedgefonds Archegos kostet US-Bank 911 Millionen Dollar

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Morgan Stanley: Sehr gute Quartalszahlen hätten noch besser sein können – Hedgefonds Archegos kostet US-Bank 911 Millionen Dollar

Auch die amerikanische Investmentbank hat sich ihren Vorgänger angeschlossen und einen sehr guten Start in das neue Geschäftsjahr präsentiert. Trotzdem schickten Anleger  die Aktie von Morgan Stanley mit einem Minus von fast 2,8 Prozent ins Wochenende während die US-Indizes neue Höchststände markierten. Das Ergebnis des amerikanischen Geldinstituts hätte nämlich noch besser sein können.

911 Millionen Verlust mit nur einem einzigen Kunden

Eine Position im Geschäftsbericht stößt den Anleger sauer auf. Durch den Zahlungsausfall eines einzigen Kunden entstand ein Verlust von 911 Millionen Dollar. In der Pressemitteilung wurde der Name des „einen Kunden“ nicht genannt. Auf der anschließenden Telefonkonferenz mit Analysten bestätigte dann James Gorman , CEO von Morgan Stanley, dass es sich bei dem „einen Kunden“ um der Hedgefonds Archegos von Bill Hwang gehandelt hat. Der schuldet der US-Bank jetzt noch 644 Millionen Dollar, die man sich abschminken kann. Zudem erlitt Morgan Stanley durch die damit verbundenen Transaktionen ein Verlust von 267 Millionen Dollar.  Macht unter Strich ein Minus von 911 Millionen Dollar.

Überschuss trotzdem über 150 Prozent gesteigert

Der boomende Handel mit Wertpapieren sowie starke Zuwächse in der Vermögensverwaltung und im Investmentbanking haben dem US-Geldhaus zu Jahresbeginn Bestwerte bei Gewinn und Erträgen beschert. In den ersten drei Monaten bis Ende März stieg der Überschuss im Jahresvergleich um 150 Prozent auf 4,0 Milliarden Dollar (3,3 Mrd Euro), wie der Finanzkonzern am Freitag mitteilte.

Die gesamten Einnahmen wuchsen um 61 Prozent auf 15,7 Milliarden Dollar. Vorstandschef James Gorman zeigte sich zufrieden und gab einen optimistischen Ausblick ab: „Das Unternehmen ist sehr gut aufgestellt für Wachstum in den kommenden Jahren“.

Ausblick reicht erst einmal nicht

Das berühmte Haar in der Suppe ist bei Morgan Stanley gefunden. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass die amerikanische Investmentbank trotzdem einen sehr guten Start in das neue Jahr hingelegt hat und der Ausblick, genau wie bei der Konkurrenz, positiv ist. Daher dürfte der Rücksetzer eher eine Chance sein, da Morgan Stanley das Risiko Archegos aus den Bücher genommen hat.

Von Markus Weingran / dpa-AFX

Foto: Ken Wolter / Shutterstock.com

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