Neue Antragsunterlagen zu Tesla-Fabrik liegen öffentlich aus

dpa-AFX

POTSDAM (dpa-AFX) - Tesla will in seiner geplanten Batteriefabrik Lithium-Ionen-Zellen für 500 000 Fahrzeuge herstellen mit einer Kapazität von 50 Gigawattstunden im Jahr in der ersten Ausbauphase. Das geht aus den neuen umfangreichen Antragsunterlagen hervor, die seit Freitag für die Öffentlichkeit zur Einsicht ausliegen. Darüber berichteten mehrere Medien, unter anderem die "Lausitzer Rundschau" und die "Potsdamer Neuesten Nachrichten".

Tesla-Chef Elon Musk hatte im vergangenen November angekündigt, das künftige Werk des Elektroauto-Herstellers bei Berlin auch zur weltgrößten Batteriefabrik machen zu wollen. Die Änderungen im laufenden Genehmigungsverfahren wurden unter anderem wegen dieser geplanten Erweiterung nötig.

Aus den Unterlagen geht unter anderem auch hervor, dass Tesla das Presswerk um zwei Presslinien ausbauen will. Hintergrund ist nach dpa-Informationen, dass mehr Karosserieteile in Grünheide produziert werden sollen. Für die Erweiterung will Tesla weitere etwa 1180 Gründungspfähle einbringen. Die Pfahlgründungen sind einer der Hauptkritikpunkte der Umweltschützer. Sie befürchten negative Auswirkungen auf das Grundwasser.

In dem Antrag enthalten sind Fertigungsschritte zur Herstellung und Lackierung von Kunststoffbauteilen wie Stoßstangen- und Rückspiegelabdeckungen. Zudem sind Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs aufgezeigt. Trotz der Erweiterung der Anlage auf eine Batteriezellenfabrik sollen der Wasserverbrauch demnach weiterhin voraussichtlich bei rund 1,4 Millionen Kubikmeter pro Jahr und die zu erwartende Abwassermenge bei rund 925 000 Kubikmeter pro Jahr liegen.

Auch das Niederschlagskonzept wurde demnach überarbeitet. Das Regenwasser soll statt dezentral jetzt zentral versickert werden. Damit reagiert Tesla auf eine Forderung von Kritikern der Fabrik.

Eingesehen werden können die Unterlagen bis 17. Juli in verschiedenen Behörden und nach Angaben des Umweltministeriums auch im Internet. Bis zum 16. August können Einwendungen gegen die Änderungen erhoben werden. Danach entscheidet das Landesamt für Umwelt (LfU), ob eine erneute Erörterung der Einwendungen erforderlich ist.

Das US-Unternehmen will in Grünheide jährlich rund 500 000 Exemplare der kompakten Reihen Model 3 und Model Y bauen. Für den Bau fehlt die endgültige umweltrechtliche Genehmigung über das Bundesimmissionsschutzgesetz. Tesla baut deshalb mit vorzeitigen Zulassungen. Der Zeitpunkt der endgültigen Entscheidung ist unklar./na/DP/he

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