Österreichs Erste Bank erwartet Anstieg der Kreditausfälle

Reuters

Wien (Reuters) - Die Österreich-Tochter des Geldhauses Erste Group stellt sich aufgrund der Corona-Krise auf einen Anstieg der Insolvenzen und damit auf höhere Kreditausfälle ein.

"Wir gehen davon aus, dass die 'non-performing-loans' gegen Jahresende und im ersten Quartal 2021 zunehmen werden", sagte Erste-Bank-Privatkundenvorstand Thomas Schaufler am Montag. Die Bank sei aber gut vorbereitet, die Gruppe habe Rückstellungen gebildet, sagte der Manager.

"Was wir gesehen haben ist, dass es bei kleineren und mittleren Unternehmen mit der Eigenkapitalausstattung relativ eng werden kann", sagte Schaufler. Die Erste Bank rät ihren Kunden daher, nicht erneut Fremdkapital aufzunehmen, sondern Restrukturierungsmaßnahmen anzudenken. "Wir beraten auch sehr viele Unternehmen, ihr Geschäftsmodell mehr Richtung online auszulegen".

Die Erste Bank, Tochter der stark in Mittel- und Osteuropa tätigen Erste Group, ist das größte Geldhaus Österreichs. Die Konzernmutter kündigte bereits an, dass sie sich auf eine Verschlechterung der Kreditqualität einstellt. Für das Gesamtjahr werden Vorsorgen für drohende Kreditausfälle von bis zu 1,3 Milliarden Euro erwartet. Der Nettogewinn werde daher deutlich schrumpfen.

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