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onvista-Börsenfuchs: Es wird weiter getrumpelt

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onvista-Börsenfuchs: Es wird weiter getrumpelt

Hallo Leute! Es gibt voll gelassene Börsenprofis in Amiland, die ihren Kunden zurufen, sie sollten sich nicht von ihrem Presi  abschrecken lassen - die „Shock and Awe“-Taktik (frei übersetzt Angst & Schecken) werde sich auf Dauer nicht durchsetzen. Na ja, ich bin mir da nicht so sicher. Genauso fraglich ist auch die These, im Jahresverlauf werde die Politik an Gewicht für die Börsen verlieren, weil sich die Anleger wieder ganz den fundamentalen Wirtschaftsdaten zuwenden. Für mich ist momentan nur die Unklarkeit klar.

Bullen und Bären sind in Bewegung geraten, dabei melden sich die Bären immer lauter zu Wort. Selbst sonst eher vorsichtige Propheten kündigen vorsorglich das nahende Ende der langjährigen Aktienhausse an. Das Handelsblatt hat am Donnerstag als Titelthema „Das Börsen-Beben“ gewählt und seitenweise die Alarmsignale an den Märkten beschrieben. Das Leserinteresse war den Düsseldorfer Wirtschaftsjournalisten war sicher. Aber „Beben“`? Darunter verstehe ich was anderes. Und die größten Risiken beziehen sich ja auf die Anleihemärkte, nicht auf Aktien.

Die neuesten Stimmungsuntersuchungen bringen auch keine Klarheit. Immerhin gibt’s auch Grüße aus der Bullenherde: 43 Prozent der Privatanleger in Deutschland gehen für die verbleibenden Monaten von weiter steigenden oder sogar stark steigenden Kursen beim Dax aus. 23 Prozent sind der Meinung, dass es keine größeren Veränderungen geben wird. Hingegen erwartet immerhin ein Drittel der Befragten bis zum Jahresende fallende oder stark fallende Kurse beim Dax. Das sind die Kernaussagen der aktuellen Trend-Umfrage des Deutschen Derivate Verbands (DDV). An der Online-Umfrage, die gemeinsam mit sechs großen Finanzportalen durchgeführt wurde, beteiligten sich 5.692 Personen. Dabei handelt es sich in der Regel um gut informierte Anleger, die als Selbstentscheider ohne Berater investieren.

Folgendes haben die Stimmungsanalysten an der Börse Frankfurt in ihrer wöchentlichen Umfrage (mittwochs) herausgefunden: Institutionelle und private Investoren sind nach vier Wochen auseinandergehender Meinungen wieder zusammengerückt und setzen nun auf einen fallenden Dax. Zwar ist der Pessimismus nicht sonderlich ausgeprägt, was mittlerweile auch für die relative Betrachtung im Drei- und Sechs-Monatsvergleich gilt. Und nach bisheriger Lesart bedeutet dies, dass der Dax bei weiteren Kursrückgängen in einer Größenordnung von ca. 2 bis 2,5 Prozent zumindest von heimischen Investoren wieder ordentlich nachgefragt und gestützt sein dürfte. Nachfrage ist jedoch auch angesagt, falls der Dax für viele aus heutiger Sicht wider Erwarten doch noch Flügel bekommen sollte. Klingt beruhigend.

Es ist noch einen traurigen Rekord zu vermelden: Fast 17 Milliarden Euro haben die deutschen Sparer im ersten Halbjahr dieses Jahres durch niedrig verzinste Geldeinlagen verloren. Das entspricht 205 Euro pro Bundesbürger (vom Säugling bis zum Rentner). Zu diesen Ergebnissen kommt der quartalsweise erscheinende Comdirect Realzins-Radar. Allein zwischen April und Juni beträgt der Wertverlust 9,8 Milliarden Euro. Umgerechnet auf alle Bundesbürger sind das 118 Euro pro Kopf. Der Grund ist eine gestiegene Inflationsrate von durchschnittlich 1,96 Prozent im zweiten Quartal 2018. Das ist der höchste Stand seit Ende 2012. Nehmt diese Zahlen, meine Freunde, und versucht damit in Eurem Bekanntenkreis für die langfristige Aktienanlage zu werden!

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