Plug Power-Aktie: Bedeutende Entwicklungen im ersten Quartal 2021

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Wasserstoff

Plug Power-Aktien lösten in den vergangenen 18 Monaten bei vielen Anlegern eine Achterbahnfahrt der Gefühle aus (23.06.2021). Auf einen starken Kursanstieg, der zum Teil von Euphorie getragen wurde, folgte eine größere Korrektur. Mittlerweile konnte das Unternehmen den Hauptbelastungsfaktor Bilanzunsicherheiten ausräumen. Nun stellt sich die Frage, wie sie sich auf die Ergebnisse im ersten Quartal 2021 ausgewirkt haben.

Plug Power wächst weiter

In Summe konnte Plug Power weiterhin kräftig wachsen. So legte der Umsatz um 76,3 % auf 71,958 Mio. US-Dollar zu. Der Haupttreiber bleibt mit 46,772 Mio. US-Dollar weiterhin der Verkauf von Brennstoffzellen und entsprechender Infrastruktur. In diesem Bereich verbesserte sich der Umsatz um 128,5 %. Das zweitwichtigste Segment ist mittlerweile der Treibstoffverkauf an Kunden. Es wuchs um 51,7 % auf 11,127 Mio. US-Dollar. Das Segment Stromlieferverträge expandierte um 21,9 % auf 7.826 Mio. US-Dollar. Nur der Servicebereich für Brennstoffzellen verlor 7,3 % Umsatz auf 6,045 Mio. US-Dollar.

Plug Power erhöhte allerdings auch seine Kosten, sodass unterm Strich ein Verlust von -60,746 Mio. US-Dollar stand. Im Vorjahresquartal waren es noch -37,445 Mio. US-Dollar. Das Unternehmen rechnet erst ab etwa 2024 mit Gewinnen. Derzeit baut es sein Geschäft hauptsächlich in Nordamerika aus und muss deshalb große Summen investieren. Im ersten Quartal kamen Sonderfaktoren wie der Kälteeinbruch in Texas hinzu, der einen Erdgaspreisanstieg bewirkte. Das Unternehmen musste darüber hinaus infolge der Bilanzberichtigungen ungeplante Mehrausgaben leisten. Sie sollen sich ab dem dritten Quartal 2021 wieder normalisieren.

Plug Power hat aufgrund seiner positiven Perspektive und der steigenden Nachfrage derzeit kein Problem, neue Investoren zu finden. Über Kapitalerhöhungen können immer wieder neue Gelder aufgenommen werden. Im ersten Quartal 2021 nahm Plug Power auf diesem Weg mehr als 2 Mrd. US-Dollar ein. So blieb die Eigenkapitalquote mit über 85 % auf einem hohen Niveau.

Neue Kooperationen, Anwendungsfelder und die Aussichten

Die neu aufgenommenen Gelder fließen beispielsweise in den Bau einer Brennstoffzellen- und Elektrolyseur-Fabrik in Rochester (New York). Plug Power wird zukünftig vor allem von seinen strategischen Partnerschaften mit Großkonzernen wie Renault, der SK Group und Acciona profitieren. Sie bringen weitere Gelder in neue Projekte mit ein oder beteiligen sich wie die SK Group für 1,6 Mrd. US-Dollar an Plug Power.

Neben dem Hauptmarkt des Transport- und Logistiksektors sieht Plug Power zukünftig auch Chancen in der stationären Energieversorgung, im Mobilitätsmarkt, der Entwicklung von Brennstoffzellen-Antrieben für Flugzeuge oder in der Notstromversorgung, beispielsweise für Datenzentren.

Plug Power rechnet im zweiten Halbjahr 2021 mit einer Normalisierung seiner Kosten, die zu einer Erhöhung der Gewinnmarge beitragen sollten. Zudem erwartet das Unternehmen im zweiten Halbjahr 2021 einen Rückgang der erhöhten COVID-19-bedingten Transportkosten.

Der Artikel Plug Power-Aktie: Bedeutende Entwicklungen im ersten Quartal 2021 ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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