ROUNDUP: Testpflicht bei Einreise nach England um drei Tage aufgeschoben

dpa-AFX

LONDON/BERLIN (dpa-AFX) - Die Einführung einer Corona-Testpflicht für Reisen nach England ist um drei Tage aufgeschoben worden. Sie soll nun vom kommenden Montag an gelten. Der britische Verkehrsminister Grant Shapps begründete dies am Donnerstag auf Twitter, man wolle "internationalen Einreisenden Zeit geben, sich vorzubereiten". Künftig ist die Einreise in England dann nur noch mit einem negativen Corona-Test möglich. Die Regel soll am Montag um 4.00 Uhr Ortszeit (5.00 Uhr MEZ) in Kraft treten. Sie gilt auch für Briten.

Auch wer von Großbritannien nach Deutschland reist, muss sich testen lassen. Der Test, dessen Ergebnis vor dem Einsteigen auch der Fluggesellschaft vorgelegt werden muss, darf maximal 48 Stunden alt sein. Seit Jahresbeginn wurden 195 Flüge aus Großbritannien genehmigt. Wie das Bundesinnenministerium weiter mitteilte, meldete die Bundespolizei seit Jahresbeginn insgesamt 8 826 Reisende aus Großbritannien.

Der Test, der für die Einreise nach England verlangt wird, darf bei Verlassen des Herkunftslandes höchstens 72 Stunden alt sein. Er muss noch vor Abreise von Flug- oder Bahngesellschaft beziehungsweise Schiffsbetreiber kontrolliert werden. Unabhängig vom Ergebnis müssen sich zudem alle Einreisenden für zehn Tage in Quarantäne begeben. Vom fünften Tag kann die Quarantäne mit einem neuen Test verkürzt werden. Schottland will auf das gleiche System setzen. In den Landesteilen Nordirland und Wales rechnet man noch mit neuen Ankündigungen.

Ausnahmen von der Testpflicht gelten für Kinder bis zehn Jahren und Passagiere, die aus anderen Teilen des Vereinigten Königreichs einreisen, sowie Lkw-Fahrer. Dadurch soll der Warenfluss sichergestellt werden. Grenzbeamte sollen kontrollieren, ob die Regeln eingehalten werden. Bei Verstößen werden mindestens 500 Pfund (umgerechnet 550 Euro) Geldstrafe fällig.

Trotz des harten Lockdowns bewegen sich die aktuellen Corona-Fallzahlen in Großbritannien weiterhin auf extrem hohen Niveau. Verantwortlich dafür machen Regierung und Mediziner eine neue, wohl noch ansteckendere Virus-Variante, die in Teilen des Königreichs grassiert. Pro 100 000 Einwohnern zählte Großbritannien in der vergangenen Woche mehr als 600 Neuinfektionen, in Teilen von London liegt diese Kennziffer weit über 1000./swe/DP/fba

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