Schifffahrtsbehörde BSH: Seeleute sind systemrelevant

dpa-AFX

HAMBURG (dpa-AFX) - Die zentrale deutsche Schifffahrtsbehörde BSH hat zum internationalen "Tag des Seefahrers" (25. Juni) bessere Bedingungen für Seeleute während einer Pandemie gefordert. Sie müssten "endlich als systemrelevant anerkannt werden", heißt es in einer Mitteilung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) vom Donnerstag. "Zukünftig müssen Seefahrer in Fällen einer Pandemie medizinisch bevorzugt behandelt werden", sagte BSH-Präsidentin Karin Kammann-Klippstein. Zudem müsse sichergestellt sein, dass die erforderlichen Besatzungswechsel von Seeleuten uneingeschränkt möglich seien, um "unerträgliche Zustände wie 15-monatige Dienstzeiten an Bord zu vermeiden".

Rund 90 Prozent der weltweit gehandelten Güter werden auf dem Seeweg transportiert. Mehr als 1,2 Millionen Seeleute leisten Dienst auf rund 55 000 Handelsschiffen weltweit. "Die Corona-Pandemie konfrontiert die Seeleute mit deutlich erschwerten Arbeitsbedingungen, die mit Unsicherheiten und Schwierigkeiten sowohl in Bezug auf Hafenzugang, Nachschub, Besatzungswechsel und Rückführung als auch mit administrativen Verfahren verbunden sind, um den Betrieb der Schiffe aufrecht zu erhalten", heißt es in der Mitteilung. Deutschland habe die Leistungen der Seefahrer honoriert, indem es unter anderem sehr frühzeitig in der Pandemie Crewwechsel erlaubt habe. "Auch hat Deutschland den Crews vor der Rückführung in ihre Heimatländer den Aufenthalt bis zur Ausreise ermöglicht."/kf/DP/jha

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