Studie - Schwarze und Asiaten sterben in England deutlich häufiger an Covid-19

Reuters

London (Reuters) - In England sind Menschen mit schwarzer und asiatischer Abstammung einem deutlich erhöhten Sterberisiko ausgesetzt, wenn sie mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind.

Das ist das Ergebnis einer am Dienstag vorgelegten Studie der Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE). Demnach sterben Personen mit chinesischer, indischer, pakistanischer oder karibischer Herkunft um zehn bis 50 Prozent häufiger an Covid-19 als weiße Briten. Für Menschen, die aus Bangladesch stammen, ist das Risiko sogar fast doppelt so hoch. Die Resultate der Studie entsprechen denen einer früheren Erhebung des britischen Statistikamts ONS.

Der Koordinator des britischen Coronavirus-Testprogramms, John Newton, gab zu bedenken, dass die ethnische Herkunft nicht unbedingt eine unmittelbare Ursache für das erhöhte Sterberisiko sein müsse. Möglicherweise seien die Betroffenen wegen ihres Berufs oder anderer Gründe dem Virus stärker ausgesetzt. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte, die Regierung werde die näheren Zusammenhänge umgehend prüfen.

Für Mittwoch sind in London Proteste wegen des Todes von George Floyd geplant. Der 46-jährige Afroamerikaner starb vor einer Woche in Minneapolis, nachdem ein weißer Polizist ihn minutenlang mit dem Knie auf dem Hals zu Boden gedrückt hatte.

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