Tencent: Der chinesische Digitalkonzern profitiert stärker von der Corona-Krise als gedacht – Aktie setzt starken Lauf nach oben fort

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Tencent: Der chinesische Digitalkonzern profitiert stärker von der Corona-Krise als gedacht – Aktie setzt starken Lauf nach oben fort

Der chinesische Digitalkonzern Tencent hat im zweiten Quartal unerwartet stark von der gestiegenen Internetnutzung im Zuge der Corona-Pandemie profitiert. Die Erlöse seien im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent auf 114,9 Milliarden Yuan (14,4 Milliarden Euro) gestiegen, teilte der Betreiber des in China dominierenden Messengerdienstes WeChat am Mittwoch in Hongkong mit. Tencent ist in den USA von Sanktionen bedroht.

Auch unter dem Strich blieb mit 33,1 Milliarden Yuan deutlich mehr übrig, als Analysten erwartet hatten. Das Unternehmen profitierte hierbei unter anderem vom Verkauf von Anteilen sowie Bewertungssteigerungen seiner Anlagen im Umfang von insgesamt 8,6 Milliarden Yuan.

Besonders im internationalen Gaming-Geschäft habe Tencent sowohl im Jahres- als auch im Quartalsvergleich weiter zugelegt, hieß es in der Mitteilung. Sowohl der Lockdown wegen der Corona-Krise als auch Neuveröffentlichungen von Spielen leisteten laut Konzernchef Ma Huateng ihren Beitrag. In China sank die Spielenutzung auf Smartphones hingegen im Vergleich zum Vorquartal. Hierfür sei sowohl die Jahreszeit als auch die Rückkehr in die Büros verantwortlich.

Marktbeobachter zeigten sich erfreut. 2020 werde ein großes Jahr für Tencent Games, hieß es von Leo Liu, Analyst bei China Merchants Securities. Jedoch gebe es Bedenken wegen Verzögerungen bei einem Kassenschlager der Chinesen.

Die Tencent-Aktie ist im vorbörslichen Handel mehr als 3 Prozent in die Höhe geschnellt. Damit geht der starke Lauf seit dem Corona-Crash nahtlos weiter, seit März hat die Aktie um gut ein Drittel zugelegt.

Wer langfristig bei Tencent dabei ist, freut sich ohnehin seit langer Zeit über einen astronomischen Gewinnzwuachs, seit dem IPO 2004 konnte die Aktie um über 1700 Prozent zulegen.

Der Aktienkurs der niederländischen Beteiligungsfirma Prosus, der rund 31 Prozent der Tencent-Aktien gehören, stieg zuletzt um 2 Prozent auf 82,62 Euro. Prosus gehört wiederum zum südafrikanischen Medienkonzern Naspers der hier seine Internet-Beteiligungen gebündelt hat.

Zum kürzlich vom US-Präsidenten Donald Trump per Dekret erlassenen Verbot des Chat-Dienstes WeChat äußerte sich Tencent nicht. Die App hat laut der Analyse-Firma Apptopia rund 19 Millionen täglich aktive Nutzer in den USA. Vor allem in China ist der Whatsapp-Rivale das meistgenutzte Messaging-System.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: Stefano Zaccaria / Shutterstock.com

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