TUI & Royal Dutch Shell: 2 Aktien, die ich jetzt (teilweise) verkaufen werde!

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Das Coronavirus ist eine Zäsur in vielerlei Hinsicht. Für manche Unternehmen ein gigantisches Risiko, für wenige eine Chance. Für die allgemeine Wirtschaft eine Belastungsprobe und Herausforderung. Dinge, die wir kannten, werden sich verändern.

Für Foolishe Investoren ist es dabei wichtig, mit der Zeit zu gehen. Und zu reagieren, wenn sich Dinge verändern, egal ob durch das Coronavirus oder eben nicht.

Gerade in solch disruptiven Zeiten stellen sich manche Investitionsthesen schließlich als verkehrt heraus. Andere hingegen als goldrichtig. Hier sind jedenfalls mit TUI und Royal Dutch Shell zwei Aktien, bei denen meine Investitionsthesen nicht so recht aufgegangen sind, weshalb ich hier mein Skin in the Game etwas reduzieren werde.

TUI: Der Markt muss neu bewertet werden!

Eine erste Aktie, die ich vor ca. einem Jahr und relativ glücklich auf einem vorläufigen Tief gekauft habe, ist zunächst die von TUI. Die Bewertung schien damals günstig, der Markt vor einer Erholung, Probleme wie die Boeing-Katastrophe lösbar. Insbesondere ein normalerer Alltag, der in Griffweite rückte, schien ein attraktiveres Chance-Risiko-Verhältnis zu ermöglichen. Eine These, die sogar einige Quartale hielt und zwischenzeitlich ein Kursplus von mehr als 50 % eingebracht hat.

Hätte, wäre, wenn und aber hilft alles nix. Das Coronavirus hat mächtig an der Investitionsthese gerüttelt und diese zum Kippen gebracht. Der Markt von Reisen und Tourismus ist womöglich auf absehbare Zeit aus dem Gleichgewicht. TUI und andere Gesellschaften sind zwischenzeitlich auf Hilfe angewiesen, um nicht in die Insolvenz zu schlittern. Die Belastungen der Restriktionen können dabei noch weiter anhalten. Viele Verbraucher sind außerdem maximal verunsichert, selbst wenn sich die Grenzen öffnen sollten.

Das Boeing-Problem ist plötzlich zu einer kleinen Baustelle mutiert im Vergleich zu dem, was noch kommt. Für mich ist es an der Zeit, bei dieser nachhaltig veränderten Ausgangslage die Reißleine zu ziehen. Die günstige Bewertung könnte das große Risiko nicht mehr wert sein.

Royal Dutch Shell: Zumindest weniger Anteil am Portfolio

Royal Dutch Shell ist lange Zeit eine der größeren Aktienpositionen meines Portfolios gewesen. Ein Teil meiner Investitionsthese beruhte auf der Dividende, die jetzt der Geschichte angehört. Ein anderer, größerer Teil auch darauf, dass der Ölmarkt mittelfristig stabil und im Einklang verbleiben wird. Insbesondere, nachdem ich im Jahr 2016 auf dem Tiefpunkt das erste Mal preiswert eingestiegen bin.

Festzustehen scheint jetzt jedenfalls: Der Ölmarkt könnte weiterhin zu extremen Ausschlägen neigen. Angebot und Nachfrage befinden sich nicht im Einklang und sollten Russland, Saudi-Arabien oder andere Fördernationen an der produzierten Menge schrauben, drohen weitere Einbußen beim Preisniveau. Ein Risiko, das Royal Dutch Shell wenig beeinflussen kann.

Existieren keine Chancen mehr? Keine Frage: Doch, sie existieren. Gerade jetzt auf dem günstigen Bewertungsmaß mit Saudi-Arabien als Treiber weiterer Kürzungen und mit allen Akteuren, die an einem Strang ziehen, könnte der Markt wieder ins Gleichgewicht finden. Immerhin, der Brent-Preis hat sich zwischenzeitlich bei über 40 US-Dollar je Barrel behaupten können. Das könnte auf etwas mehr Gleichgewicht hindeuten.

Langfristig sind das unkontrollierbare Risiko des Ölpreises und das zyklische Risiko mir jedoch einfach zu groß. Da das Management außerdem gezeigt hat, dass die Dividende ab sofort keine Priorität mehr besitzt, ist es für mich an der Zeit, mich von einigen Anteilsscheinen zu trennen, um das Risiko zu minimieren.

Sind deine Investitionsthesen intakt?

Royal Dutch Shell und TUI sind jedenfalls zwei Aktien, bei denen die Investitionsthesen nicht so recht funktioniert haben. Die Quintessenz ist klar: Verkäufe stehen an. Vielleicht solltest auch du daher die eine oder andere These hinter deinen Aktien oder diesen beiden Aktien hinterfragen. Das starrsinnige Festhalten an Aktien, bei denen die These eben nicht aufgegangen ist, kann schließlich der zweite Fehler einer wenig erfolgreichen Investition sein.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell und TUI. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Foto: Getty Images

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