Über 300 Schülerinnen in Nigeria verschleppt

Reuters

Kano (Reuters) - In Nigeria haben bewaffnete Unbekannte am Freitag nach Polizeiangaben 317 Schülerinnen verschleppt.

Es ist bereits das zweite Mal in gut einer Woche, dass in der Stadt Jangebe im Nordwesten des westafrikanischen Landes Mädchen aus ihrer Schule entführt werden. Am frühen Morgen seien unbekannte Männer gekommen, hätten um sich geschossen und die Schülerinnen verschleppt, sagte ein Sprecher des Bundesstaates Zamfara der Nachrichtenagentur Reuters. Sie seien zum Teil mit Fahrzeugen, zum Teil auch zu Fuß weggebracht worden. Die Polizei in Zamfara habe zusammen mit dem Militär die Suche nach den bewaffneten Banditen und den von ihnen verschleppten Mädchen begonnen, teilte die Polizei mit.

Mitte des Monats hatten Unbekannte im nördlich gelegenen Bundesstaat Niger über 40 Menschen als Geiseln genommen, darunter fast 30 Kinder. Bei dem Überfall kam ein Kind ums Leben.

Im Norden Nigerias wurden bereits Hunderte Menschen bei Überfällen durch Banden getötet, die Bewohner ausrauben und verschleppen. Häufig geht es um Lösegeld. Die Regierung weist jedoch stets Berichte zurück, dass Lösegeld gezahlt wurde, um Verschleppte freizubekommen.

Zudem tyrannisiert die radikal-islamische Gruppe Boko Haram die Bevölkerung im Nordosten des Landes. Im April 2014 hatten die Extremisten in Chibok im Bundesstaat Borno 276 Schülerinnen verschleppt. Letztlich wurden sie von Sicherheitskräften aus der Gewalt ihrer Entführer befreit.

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