US-Friedensbemühungen im Jemen stocken wegen Kämpfen um Erdgas-Region

Reuters

Dubai (Reuters) - Die Bemühungen der USA um eine Feuerpause im Jemen treten auf der Stelle.

US-Friedensbemühungen im Jemen stocken wegen Kämpfen um Erdgas-Region

Als Grund machten zwei mit der Lage vertraute Diplomaten die Kämpfe um die Erdgas-reiche Region Marib aus, einer Hochburg der vom großen Nachbarn Saudi-Arabien unterstützen Regierung des verarmten Landes. In den vergangenen Tagen haben die Huthi-Rebellen ihre Offensive zur Eroberung des Gebiets verstärkt. Sollte der Vormarsch erfolgreich sein, bekäme die Bewegung, die sich seit sechs Jahren einen Krieg mit einer von Saudi-Arabien angeführten Militärallianz liefert, einen wichtigen Trumpf in die Hand für eventuelle politische Verhandlungen. Hätten die Huthis somit die Wahl zwischen einer Waffenruhe und der Einnahme Maribs, würden sie sich wahrscheinlich für letztere entscheiden, sagte ein ranghoher Diplomat, der in der Region tätig ist.

Sollten die Bemühungen der USA scheitern, wäre dies nicht zuletzt ein Rückschlag für den seit Januar amtierenden US-Präsidenten Joe Biden. Er hat das Ende des Konflikts zu einem zentralen Anliegen seiner Außenpolitik erklärt. Im März hatte Saudi-Arabien eine gemeinsame Friedensinitiative der Vereinten Nationen und der USA vorgestellt. Die Huthis, die Verbindungen zu Saudi-Arabiens Erzrivalen Iran haben, reagierten jedoch nur mit einer Reihe von Gegenvorschlägen - wohl auch, um Zeit für eine Eroberung Maribs zu gewinnen.

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