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Vorbörse: Handelsstreitigkeiten drücken die Kurse nach unten!

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Deutschland:

Vorbörse: Handelsstreitigkeiten drücken die Kurse nach unten!

– DEUTLICHE KURSVERLUSTE – Der sich zuspitzende Handelskonflikt zwischen den USA und China hat die Börsen fest im Griff. US-Präsident Donald Trump drohte China mit weiteren Strafzöllen auf Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar. Daraufhin sind die asiatischen Börsen am Dienstag abgetaucht. Der Dax wurde rund zwei Stunden vor Handelsbeginn vom Broker IG 0,84 Prozent niedriger auf 12 727 Punkte taxiert. Schon zum Wochenbeginn hatte der Handelsstreit den Dax schwer belastet. „Hier bekriegen sich die beiden Lokomotiven der Weltwirtschaft“, schrieb Experte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners in einem Marktkommentar.

USA:

– KURSVERLUSTE – Die protektionistische Politik der USA samt der damit einhergehenden internationalen Handelskonflikte haben die Wall Street am Montag weiter belastet. Die Anleger blieben wie bereits am Freitag unsicher. Der Leitindex Dow Jones Industrial büßte 0,41 Prozent auf 24 987,47 Punkte ein. Sein Tagestief hatte er direkt nach dem Handelsstart. Die Spirale aus Strafzöllen und Gegenzöllen dreht sich zusehends schneller, denn die USA und China geben sich im drohenden Handelskrieg unnachgiebig. Asien:

– KRÄFTIGE KURSVERLUSTE – Der verschärfte Ton im Handelsstreit zwischen China und den USA hat die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag stark belastet. Insbesondere in China gaben die Kurse nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende kräftig nach. Der CSI-300-Index, der die 300 wichtigsten Aktien vom chinesischen Festland enthält, fiel am Dienstag auf den tiefsten Stand seit Sommer vergangenen Jahres. Zuletzt gab er noch fast drei Prozent nach. Der Tokioter Leitindex Nikkei 225 büßte zuletzt fast 1,5 Prozent an Wert ein.

Euro

Der Kurs des Euro hat am Dienstag leicht zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Morgen mit 1,1633 US-Dollar gehandelt. Am Vorabend hatte der Euro noch etwas niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1613 (Freitag: 1,1596) Dollar festgesetzt.

Der Handel zwischen Euro und Dollar dürfte zunächst in ruhigen Bahnen verlaufen. Marktbewegende Konjunkturdaten stehen am Vormittag nicht auf dem Kalender. Allerdings wird EZB-Chef Mario Draghi im portugiesischen Sintra sprechen.

Gegenüber allen wichtigen Währungen zugelegt hat der japanische Yen. Nach neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump bewegen sich China und die USA auf einen handfesten Handelskrieg zu. Dies treibt die Anleger in den als sicher geltenden Yen. Peking kündigte am Dienstag Vergeltung an, kurz nachdem das Weiße Haus die Prüfung von weiteren Zöllen in Höhe von zehn Prozent auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar (172,3 Milliarden Euro) in Auftrag gab.

Öl

Die Ölpreise sind am Dienstag im frühen Handel gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 74,87 US-Dollar. Das waren 47 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli fiel um 42 Cent auf 65,43 Dollar.

Belastet wurden die Ölpreise durch die Zuspitzung im Handelskonflikt zwischen China und den USA. Nach neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump bewegen sich China und die USA auf einen Handelskrieg zu. Peking kündigte am Dienstag Vergeltung an, kurz nachdem das Weiße Haus die Prüfung von weiteren Zöllen in Höhe von zehn Prozent auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar (172,3 Milliarden Euro) in Auftrag gab. Sollte die Konjunktur durch den Konflikt belastet werden, dann würde auch die Öl-Nachfrage gedämpft werden.

Am Montag hatten die Ölpreise noch zugelegt. Medienberichten laut denen die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und andere Förderländer wie Russland auf ihrem Treffen an diesem Freitag nur über eine Förderanhebung von 300 000 bis 600 000 Barrel diskutieren werden, hatten die Preise gestützt. Dies wäre deutlich weniger als die von Russlands Energieminister Alexander Nowak ins Spiel gebrachte Größenordnung von 1,5 Millionen Barrel.

Das sogenannte „Opec+“-Bündnis hat seit Anfang 2017 eine Fördergrenze installiert, mit dem die Ölpreise deutlich angehoben wurden. Seit längerem gibt es jedoch Überlegungen, diese Grenze zu lockern. Der Iran, Irak und Venezuela hatten sich jedoch dagegen ausgesprochen.

Termine Unternehmen

10:00 D: Sixt Leasing Hauptversammlung, München
10:30 NL: Qiagen Hauptversammlung, Venlo
11:00 D: Dr. Oetker Jahres-Pk, Bielefeld
11:00 D: Varta Hauptversammlung
12:00 L: ADO Properties Hauptversammlung
22:00 USA: Oracle Q4-Zahlen
22:15 USA: FedEx Q2-Zahlen

Termine Konjunktur

07:45 CH: Seco Konjunkturprognose 06/18
08:00 D: Baugenehmigungen 01-04/18
08:00 D: Auftragsbestandsindex und Reichweiten im Verarbeitenden Gewerbe 04/18
10:00 EU: Leistungsbilanz 04/18
10:00 D: ifo-Institut Präsentation der neuen ifo Konjunkturprognose für 2018/2019
10:00 EU: ECB Forum on Central Banking in Sintra, Portugal, (bis 20.6.18) Eröffnungsrede durch EZB-Präsident Draghi
14:30 USA: Baubeginne- und genehmigungen 05/18

Sonstige Termine

D: Deutsch-Französischer Ministerrat mit Präsident Emmanuel Macron und Kanzlerin Angela Merkel, Berlin Thema ist u.a. die Vorbereitung des EU-Gipfels am 28./29.6.
D: Abschluss des Petersberger Klimadialogs, Berlin
D: Automatica 2018 – Messe für Robotik und Automation (bis 22.06.)
15:30 D: Pk Goldman Sachs Asset Management zum Investmentausblick mit Andrew Wilson, CEO für EMEA, und Suneil Mahindru, Chief Investment Officer, Frankfurt°

Onvista/dpaAFX

Foto: Pavel Ignatov / Shutterstock.com

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  • 66,46 USD
  • +1,06%
14.11.2018, 20:00, Deutsche Bank Indikation

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