Wall Street: US-Märkte drohen wieder zu kippen – Trump blickt nervös auf das Währungsspiel und erhöht den Druck auf die FED

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Wall Street: US-Märkte drohen wieder zu kippen – Trump blickt nervös auf das Währungsspiel und erhöht den Druck auf die FED

Nach der gestrigen Kurserholung in New York scheint es mit der Kauffreude schon wieder vorbei zu sein: Am Mittwoch taxierte die Citi-Indikation den US-Leitindex Dow Jones Industrial kurz vor Handelsbeginn 1,14 Prozent tiefer bei 25715 Punkten. Tags zuvor hatte er noch über ein Prozent fester geschlossen und so zumindest einen Teil des fast fünfeinhalbprozentigen Kursrutsches wieder gut gemacht, den der eskalierte amerikanisch-chinesische Handelsstreit ausgelöst hatte.

Optimismus ist noch komplett fehl am Platz

Es sei angesichts der Ereignisse der vergangenen Woche noch zu früh, die jüngste Stabilisierung mit irgendeiner Art von Optimismus in Verbindung zu bringen, schrieb Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Sie könnte sich vielmehr als nur kurze Pause vor weiteren Kursverlusten erweisen.

Die überraschend deutlichen Zinssenkungen der Notenbanken von Indien, Neuseeland und Thailand könnten immerhin eine weitere Erholung stützen, da die Anleger nach immer mehr geldpolitischen Stimuli gierten, glaubt Erlam. Zudem habe China mit Blick auf die mögliche Ausweitung des Handelskriegs zu einem Währungskrieg erst einmal nur einen Warnschuss abgefeuert.

Das Währungsspiel geht weiter – Trump erhöht Druck auf die FED

Ob die Märkte das genauso sehen wie der Analyst, ist jedoch eine andere Frage. Der Yuan ist seit Heute Nacht deutscher Zeit um weitere 0,28 Prozent abgewertet und ein Dollar notiert derzeit bei 7,04 Yuan. Marktbeobachter befürchten eine weitere Abwertung auf bis zu 7,5 Yuan pro Dollar im weiteren Jahresverlauf, sollte der Handelsstreit in dieser Form weitergehen und die Chinesen versuchen, die weiteren angedrohten Zölle zu kompensieren.

US-Präsident Trump erhöht derweil den Druck auf die FED noch stärker, nachdem einige Notenbanken im pazifischen Raum die Leitzinsen weiter gesenkt haben. Könnte das ein Indiz für wachsende Nervosität sein? Auf Twitter gibt der US-Präsident sich jedenfalls gewohnt siegessicher:

Walt Disney büßt durch hohe Investitionskosten viel Gewinn ein

Von den Unternehmen kamen am Mittwoch keine positiven Impulse. Dass Walt Disney die Erwartungen für das vergangene Geschäftsquartal trotz des Erfolgsfilms „Avengers: Endgame“ klar verfehlte, ließ die Aktien des Unterhaltungsriesen vorbörslich um rund fünf Prozent absacken. Als Belastung erweisen sich vor allem Sonderkosten durch die Integration zugekaufter Geschäfte von 21st Century Fox und hohe Investitionen in den Auf- und Ausbau von Streaming-Diensten.

Boeing leidet weiter unter dem 737 Drama

Für die Anteilsscheine des Flugzeugbauers Boeing ging es um 0,7 Prozent nach unten. Kurz nach Handelsbeginn spricht Unternehmenschef Dennis Muilenberg auf einer Analystenkonferenz. Der amerikanische Airbus-Konkurrent kämpft immer noch mit den Folgen zweier Flugzeugabstürze mit hunderten von Todesopfern. Auch weil die Baureihe 737 Max nach dem zweiten Unglück mit Flugverboten belegt worden war, hatte Boeing vor kurzem einen Rekordverlust für das zweite Quartal berichtet.

Twitter hat Mist im Bereich Datenschutz gebaut und erhält die Quittung

Bei Twitter zeichnet sich ein Kursrückgang von knapp 1,3 Prozent ab. Der Kurznachrichtendienst hatte mitgeteilt, dass einige Daten von Nutzern ohne deren Wissen mehr als ein Jahr lang mit Werbekunden des Dienstes geteilt worden sein könnten. Das Online-Netzwerk Facebook war jüngst wegen eines Datenskandals zu einer Rekordstrafe von fünf Milliarden US-Dollar verdonnert worden.

(onvista/dpa-AFX)

Titelfoto: Mikhail Leonov / Shutterstock.com

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