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Warum ich glaube, dass die Investoren in einer Rezession die Finger von Gold lassen sollten

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Warum ich glaube, dass die Investoren in einer Rezession die Finger von Gold lassen sollten
In den letzten Monaten jagte eine negative Nachricht über die Weltwirtschaft die andere. Da die Liste der Bedenken immer länger wird, wenden sich viele Anleger Gold-ETFs wie den ETFS Metal Securities Ltd Physical Gold zu — in der Überzeugung, dass das Edelmetall einen gewissen Schutz bietet. Ich behaupte jedoch, dass das Vertrauen in Gold im Allgemeinen fehl am Platz ist. Allerdings befinden sich die Anleger, die auf Gold vertrauen, in guter Gesellschaft. Einer der erfolgreichsten Hedge-Fonds-Manager, Ray Dalio von Bridgewater Associates, hält rund 10 % seines Vorzeigefonds in Gold investiert und begründet das mit politischen und inflationären Risiken.

Im Gegensatz dazu hat der berühmteste aller Investoren, Warren Buffett, häufig seine Geringschätzung für Gold geäußert. Er rät den Anlegern, ruhig zu bleiben und langfristig zu denken. Er betont, dass es zwar verlockend sei, zu verkaufen, wenn die Märkte fallen, dass es aber besser sei, dem flauen Gefühl im Magen nicht nachzugeben.

Die Gold-Geschichte

Diese beginnt mit der schweren Kontraktion, die zwischen 1980 und 1982 stattfand. Diese Rezession wurde noch durch die Aufwertung der Zinssätze durch die Zentralbanken, um die Inflation zu dämpfen, verschärft. Wie erwartet, stieg der Goldpreis im Gleichschritt mit der Inflation und kletterte von rund 200 US-Dollar pro Unze im Jahr 1979 auf einen Höchststand von rund 650 US-Dollar pro Unze im Jahr 1980. Während der Talsohle dieses Einbruchs fiel der Kurs jedoch auf etwa 400 US-Dollar pro Unze zurück.

Nach Phasen des Wirtschaftswachstums gab es in den Jahren 1990 und 2001 eine Baisse, von denen keine für eine erhöhte Inflation bekannt war. Auffällig ist, dass der Goldpreis während dieser Abschwünge kaum nachgegeben hat.

Knock-Outs zum Goldpreis

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Kurserwartung
Goldpreis-Rohstoff wird steigen
Goldpreis-Rohstoff wird fallen
Höhe des Hebels

Viele Anleger erinnern sich an den explodierenden Goldpreis, der zum finanziellen Zusammenbruch führte, der 2007 begann. In diesen dunklen Tagen wurde von einem Zusammenbruch des Bankensystems und von Kreditausfällen gesprochen. Auch die Staatsanleihen-Anleger sahen sich mit der realen Aussicht konfrontiert, etwas von ihrem Kapital zu verlieren. Damals, im Jahr 2002, stieg der Goldpreis von etwa 300 US-Dollar pro Unze auf fast 2.000 US-Dollar pro Unze 10 Jahre später.

Zusammenfassend bestätigt die jüngste Entwicklung die Hypothese, dass Gold in Zeiten von Inflation und extremer Unsicherheit steigt. Das mag zwar zutreffen, doch die Vergangenheit zeigt auch, dass Gold ohne diese beiden Faktoren wenig Vorteile bietet.

Auf lange Sicht?

Hier sind die Beweise eindeutig. Seit seiner Gründung im Jahr 1984 ist der FTSE 100 um 620 % gestiegen, während  Gold im gleichen Zeitraum nur um einen Bruchteil dessen gestiegen ist. Zieht man den höchsten jemals für Gold erreichten Kurs heran, dann ergibt sich ein Anstieg von etwa 400 %. Wenn man aber die Dividendengewinne des FTSE 100 mit einbeziehen würde, wäre die Kluft zwischen den beiden natürlich wesentlich größer.

Wie die Dinge im Moment stehen

Im Moment ist nicht von einem inflationären Umfeld, sondern von einer Deflation die Rede, was für Gold kein gutes Zeichen ist. Ja, es gibt derzeit viele Spannungen in Handelsfragen, aber ich glaube, dass die derzeitige Sackgasse bald überwunden sein wird und diese Fragen in Vergessenheit geraten werden. Es gibt jedoch für besorgte Anleger einige Aktien da draußen, die ein gewisses Maß an Sicherheit bieten können.

Dieser Artikel wurde von Bryan Williams auf Englisch verfasst und am 04.06.2019 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. The Motley Fool hat in keiner der erwähnten Aktien eine Position.

Foto:Brian A Jackson / Shutterstock.com

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