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Wirecard: Zahlen überraschen nicht ++ BMW: Besser als erwartet ++ Adidas: Schlussquartal soll es richten

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Wirecard: Zahlen überraschen nicht ++ BMW: Besser als erwartet ++ Adidas: Schlussquartal soll es richten

Ein kräftiges Zahlengewitter zieht heute über den Dax. Mit BWM, Wirecard und Adidas berichten gleich drei Dax-Mitglieder. Zudem wird auch in den hinteren Reihen einiges geboten. Zum Beispiel hebt die Hannover Rück ihre Jahresziele an. Aber auch die vielbeachteten Werte Heidelberger Druckmaschinen, Dialog Semiconductor oder ElringKlinger öffnen heute ihre Bücher.

Es gibt also einiges zu verarbeiten heute für die Anleger. Auch die gemischten Vorgaben aus den USA. Hier ist die Hoffnung auf eine Einigung im Handelsstreit auf einen Phase 1 Deal langsam, aber sicher eingepreist. Nach neuen Rekordständen schlossen die US-Indizes am Dienstag uneinheitlich. Gegen Handelsende schwanden die neuerlichen Gewinne wieder und nur der Dow Jones konnte ein kleines Plus in den Feierabend retten.

Dax bleibt weiter vorsichtig

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Solange es jetzt keine Verkündung eines Abschlusses im Handelsstreit gibt dürfte die Anleger wieder etwas vorsichtiger werden. Der Dax hält sich heute trotzdem locker über der Marke von 13.000 Punkten und liegt hauchdünn mit 0,06 Prozent im Minus. Er startet mit 13.140,88 Punkten in den Handelstag.

Wirecard: Keine Überraschung - keine neue Fantasie

Der Bezahldienstleister aus Aschheim wächst weiter kräftig. Allerdings lag das Wachstum „nur“ im Rahmen der Erwartungen. Gleiches gilt für den Auslick auf das kommende Jahr. Nach den neuerlichen Angriffen der „FT“ auf Wirecard scheinen den Anlegern die Zahlen nicht zu reichen. Die Aktie startet mit Verlusten in den Handelstag.

Der Zahlungsdienstleister Wirecard kann weiter auf den Schwung durch den Boom beim Onlineshopping bauen. Auch im kommenden Jahr rechnet Wirecard mit einem kräftigen Gewinnwachstum, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll auf zwischen 1 Milliarde und 1,12 Milliarden Euro klettern, wie das Dax-Unternehmen am Mittwoch in Aschheim bei München mitteilte. Die Schätzung von Analysten liegt in der Mitte der Spanne. Am oberen Ende wäre das ein Ergebnisplus zu den Planungen im laufenden Jahr von 37,4 Prozent.

Gutes Quartal - aber nicht gut genug

Der Umsatz stieg im dritten Quartal im Vergleich mit dem wegen Bilanzierungskorrekturen angepassten Vorjahreswert um 36,8 Prozent auf unerwartet hohe 731,5 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs mit 42,7 Prozent auf 211,1 Millionen Euro etwas stärker und lag damit auch leicht über den Schätzungen von Analysten. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 149,2 Millionen Euro und damit 57,2 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Vorstandsvorsitzender ist sehr zufrieden

Wirecard CEO Dr. Markus Braun sagt: „Wir freuen uns, unseren Aktionären ein starkes Wachstum für das vierte Quartal und das kommende Geschäftsjahr in Aussicht zu stellen. Neben dem kraftvollen organischen Wachstum öffnen wir uns mit dem Markteintritt in China einem der größten Wachstumsmärkte und bauen unseren Wettbewerbsvorsprung weiter aus.“

BMW: Zahlen überraschend positiv

Der Münchener Autobauer hat nach einem schwierigen Jahresbeginn im dritten Quartal wieder stärker Tritt gefasst. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern legte im Vergleich mit dem schwachen Vorjahreszeitraum um 32,9 Prozent auf 2,29 Milliarden Euro zu, wie der Dax-Konzern heute mitteilte. Das war ein deutlich stärkerer Anstieg, als Analysten zuvor erwartet hatten.

Operative Marge steigt kräftig

Die viel beachtete operative Marge im Kerngeschäft Automobilbau stieg um 2,2 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent. Im Vorjahr hatten die Einführung des Abgas- und Verbrauchstests WLTP sowie hohe Gewährleistungsrückstellungen belastet. Zudem profitierte BMW von dem gestiegenen Anteil an teuren Stadtgeländewagen (SUVs). Zwischen Juli und September wuchs der Konzernumsatz im Jahresvergleich um 7,9 Prozent auf 26,7 Milliarden Euro, unter dem Strich standen mit 1,55 Milliarden Euro 11,5 Prozent mehr Gewinn. Die Prognose bestätigte das Management.

Adidas: Die drei Streifen sollen im Schlussquartal glänzen

Der Sportartikelhersteller hat auch schon mal bessere Zahlen präsentiert. Daher legt Adidas heute auch schon den Fokus auf das letzte Quartal des Jahres und verspricht dort eine wesentliche Verbesserung. In Herzogenaurach geht man von einer deutlichen Umsatzbeschleunigung im vierten Quartal aus. Das gefällt den Anlegern heute besonders gut.

Der Konzern bestätigte daher bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal am Mittwoch in Herzogenaurach seine Ziele für das laufende Jahr. Adidas geht dabei von einem Umsatzwachstum von währungsbereinigt 5 bis 8 Prozent aus. Im dritten Quartal stiegen die Erlöse währungsbereinigt um 6 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, nach neun Monaten beträgt das Wachstum 5 Prozent.

Die viel beachtete Bruttomarge verbesserte sich im Quartal leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 52,1 Prozent. Gestiegene Luftfrachtkosten konnte Adidas dabei an anderer Stelle ausgleichen, etwa durch positive Währungseffekte. Das Betriebsergebnis nahm wegen höherer Kosten unter anderem für Marketing leicht um 0,3 Prozent auf 897 Millionen Euro ab. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft sank leicht um 1,7 Prozent auf 644 Millionen Euro. Im Gesamtjahr soll dieser um 10 bis 14 Prozent auf 1,88 bis 1,95 Milliarden Euro klettern, bekräftigte Adidas.

Kurz & knapp:  

Heidelberger Druckmaschinen: Das SDax-Unternehmen konnte seine Ergebnisse nach einem schwachen Jahresauftakt im zweiten Geschäftsquartal stabilisieren. Der Umsatz stieg zwischen Juli und September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 573 auf 622 Millionen Euro. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) verbesserte sich von 43 auf 55 Millionen Euro, die Restrukturierungskosten herausgerechnet. Nach Steuern verdiente Heidelberger Druck mit 14 Millionen rund 6 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Hannover Rück: Der weltweit drittgrößte Rückversicherer rechnet trotz immenser Großschäden im dritten Quartal für das laufende Jahr mit einem Rekordgewinn. Der Überschuss dürfte auf mehr als 1,25 Milliarden Euro klettern, kündigte Vorstandschef Jean-Jacques Henchoz bei der Vorlage der Zwischenbilanz am Mittwoch in Hannover an. Bisher hatte der Manager rund 1,2 Milliarden angepeilt – einschließlich eines Sondergewinns aus der Übernahme des Lebensversicherers Generali Leben. Für das kommende Jahr gab Henchoz nun ein Gewinnziel von 1,2 Milliarden Euro aus, auch weil sich der positive Sondereffekt von 2019 nicht wiederholt.

Dialog Semiconductor: Der Chipentwickler Dialog Semiconductor hat im dritten Quartal von weiter anziehenden Geschäften profitiert und schaut zuversichtlich nach vorne. Im laufenden vierten Quartal rechnet das Unternehmen mit Umsätzen zwischen 350 und 390 Millionen US-Dollar (rund 315 bis 351 Millionen Euro), wie der MDax-Konzern am Mittwoch bei der Vorlage endgültiger Zahlen für das dritte Quartal in London mitteilte. Der Chipentwickler hatte bereits Ende Oktober Eckdaten vorgelegt, dabei sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis positiv überrascht. Zwischen Juli und September verzeichnete der Zulieferer für Smartphonehersteller eine bereinigte Bruttomarge von 49,5 Prozent und lag damit um 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

ElringKlinger: Der Automobilzulieferer hat seinen Wachstumskurs auch im dritten Quartal 2019 fortgesetzt: Trotz Rückgang der weltweiten Fahrzeugproduktion konnte der Konzernumsatz im Zeitraum Juli bis September 2019 um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 431,9 Millionen Euro gesteigert werden. Das organische, d.h. das um Währungseffekte und M&A-Aktivitäten bereinigte Umsatzwachstum lag im Berichtsquartal bei 4,0 Prozenten. ElringKlinger übertraf somit abermals deutlich die Entwicklung derFahrzeugindustrie, deren Produktion im selben Zeitraum weltweit um 3,6 Prozent zurückging.

Von Markus Weingran /dpa-AFX

Foto: Anton Garin / Shutterstock.com

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