Zahl der Corona-Infizierten in Deutschland durchbricht Eine-Million-Marke

Reuters

Berlin (Reuters) - In Deutschland hat die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen die Marke von einer Million durchbrochen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag 22.806 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit steigt die Gesamtzahl auf 1,006 Millionen. Zugleich registrierte das RKI mit 426 Coronavirus-Toten einen neuen Spitzenwert binnen eines Tages. Die Zahl der an oder mit dem Virus gestorbenen Menschen in Deutschland erhöhte sich damit auf 15.586. Inwieweit die Todesrate durch das Virus generell steigt, ist noch unklar. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes starben jüngsten Daten zufolge im Oktober in Deutschland mindestens 78.346 Menschen. Das seien vier Prozent mehr als in den Jahren 2016 bis 2019 durchschnittlich im Oktober gestorben seien.

Die Sieben-Tage-Inzidenz - also der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - lag laut RKI am Freitag bei 136,7. Bund und Länder streben mit ihren verschärften Auflagen, die am 1. Dezember in Kraft treten, eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 an. Allerdings gibt es bei der Umsetzung der Beschlüsse teilweise unterschiedliche Auslegungen. So wollen Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen Hotelübernachtungen während der Weihnachtszeit für familiäre Anlässe erlauben. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte dazu am Freitag in Berlin: "Es ist nicht Teil der Beschlüsse von Bund und Ländern, solche Übernachtungen zu ermöglichen." Es müsse allen klar sein, dass es jetzt vor allem um die Reduzierung von Kontakten gehe. "Das ist eines unserer stärksten Instrumente im Kampf gegen die weitere Ausbreitung der Pandemie."

Kanzlerin Angela Merkel wird am kommenden Mittwoch erneut mit den 16 Ministerpräsidenten der Länder beraten, wie Seibert ankündigte. Dabei handele es sich um das reguläre Treffen der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit der Kanzlerin im Dezember. Es werde bei den Beratungen neben Themen wie Digitalisierung und Energiewende sicher auch wieder um die Pandemie gehen. Nicht aus geschlossen wurde in Kreisen der Landesregierungen, dass die Runde eine Bestandsaufnahme über die einheitliche Umsetzung der am Mittwoch beschlossenen Maßnahmen machen werde.

MEHRHEIT DER DEUTSCHEN FINDET MASSNAHMEN ANGEMESSEN

Der Berliner Senat will die ab 1. Dezember geltenden verschärften Kontaktbeschränkungen für private Zusammenkünfte in der Hauptstadt auch über Weihnachten und Silvester nicht lockern, wie ein Senatssprecher am Donnerstagabend mitteilte. Damit würde in Berlin auch über die Feiertage eine Obergrenze von höchstens fünf Personen plus Kinder unter 12 Jahren bei privaten Zusammenkünften gelten. Bund und Länder hatten sich dagegen darauf verständigt, dass vom 23. Dezember bis 01. Januar eine Lockerung der Beschränkung mit einer Anhebung der Grenze auf zehn Personen möglich ist. Die Altersgrenze bei Kindern ist in dem Beschluss auf 14 Jahre festgelegt.

Die Hälfte der Bundesbürger hält die neuen Maßnahmen für angemessen, wie aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und n-tv hervorgeht. "58 Prozent der Befragten geben zudem an, dass sie die beschlossenen Maßnahmen alles in allem verständlich finden, 33 Prozent (vor allem die Anhänger der AfD) finden sie eher verwirrend", heißt es darin laut redaktioneller Fassung. Eine Mehrheit von 86 Prozent geht davon aus, dass die Maßnahmen im Januar erneut verlängert werden.

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