China-Lockdown und Materialmangel brocken Drägerwerk Verlust ein

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Düsseldorf (Reuters) - Gestörte Lieferketten und der erneute Lockdown in China haben dem Medizintechnik-Konzern Drägerwerk einen operativen Verlust eingebrockt.

Bei einem Umsatzeinbruch um fast ein Viertel auf 1,3 Milliarden Euro verbuchte das Lübecker Unternehmen im ersten Halbjahr nach ersten Berechnungen vor Zinsen und Steuern (Ebit) ein Minus von 112 (Vorjahr: plus 209,2) Millionen Euro, wie der Hersteller von intensivmedizinischen Geräten und Sicherheitstechnik mitteilte.

Der Vorstand bekräftigte trotz des schwachen ersten Halbjahres seine Jahresziele, muss dafür aber einiges wettmachen. Er hofft angesichts des um knapp neun Prozent auf 1,648 Milliarden Euro gestiegenen Auftragseingangs, die Aufholjagd zu schaffen. Nach dem Nachfrageboom im Corona-Jahr 2020 muss Drägerwerk seit dem vergangenen Jahr wieder kleinere Brötchen backen. Der Vorstand avisierte daher für 2022 einen Umsatzrückgang zwischen fünf und neun Prozent und eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) zwischen ein und vier (Vorjahr: 8,2) Prozent.

Die Anleger blieben indes skeptisch. Die Aktien fielen in der Spitze um über sieben Prozent auf 46,70 Euro und führten die Verliererliste im SDax an.

(Bericht von Anneli Palmen, Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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