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Wall Street: Verluste - Starker Arbeitsmarktbericht schürt leichte Zinsangst

onvista · Uhr
Quelle: hafakot/Shutterstock

Ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Juli hat am Freitag die Wall Street moderat belastet. An der Börse werden nun weitere, womöglich recht aggressive Zinsschritte der Notenbank Fed zur Eindämmung der hohen Inflation erwartet, zumal sich der Lohnanstieg nicht wie erhofft, verlangsamt hat.

Der Dow Jones Industrial verlor im frühen Handel 0,28 Prozent auf 32 634,26 Zähler. Nach dem stärksten Juli seit zwölf Jahren, in dem der bekannteste Wall-Street-Index um fast sieben Prozent gestiegen war, steuert er in der ersten Augustwoche nun auf ein Minus von 0,6 Prozent zu.

Der marktbreite S&P 500 fiel am Freitag um 0,33 Prozent auf 4138,21 Zähler. Der Nasdaq 100 büßte 0,79 Prozent auf 13 205,92 Zähler ein. Er hatte im Juli sogar um 13 Prozent zugelegt. Sein Plus in der ersten Augustwoche beträgt aktuell 2,0 Prozent.

"Ein starker Jobmarkt wie der heutige gibt der US-Notenbank zusätzliche Argumente an die Hand, um das straffe Tempo im aktuellen Zinserhöhungszyklus hochzuhalten", sagte Marktexperte Timo Emden. "Auf der Gegenseite zerschlagen sich die Hoffnungen, dass die raschen Zinserhöhungen aus den vergangenen Monaten auch am Arbeitsmarkt erste sichtbare Früchte tragen."

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Im Juli schuf die US-Wirtschaft deutlich mehr Arbeitsplätze als erwartet. Zudem wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten nach oben revidiert. In der Corona-Krise war der Arbeitsmarkt zeitweise dramatisch eingebrochen. Mittlerweile hat er sich deutlich erholt und die Unternehmen klagen über Arbeitskräftemangel. Auch die Löhne legten etwas stärker zu als erwartet, während die Arbeitslosenquote auf das Niveau von vor der Corona-Pandemie zurückging.

Redaktion onvista/dpa-AFX

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