Nordex bestätigt Jahresprognose - Umsatzrückgang und Verlust im ersten Halbjahr

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Nordex hat Federn gelassen: Umsatz und Ergebnis sind in der ersten Jahreshälfte stark gesunken. Der Umsatz sei aufgrund niedriger Installationen um rund 20 Prozent gesunken, wie der Windkraftanlagenbauer mitteilte.

Das EBITDA, also der operatie Gewinn vor Abschreibungen, Steuern und Zinsen, rutschte drastisch ins Minus. Hier verzeichnete Nordex einen Verlust von 143,7 Millionen Euro, nach plus 68,4 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Als weiteren Grund für den Verlust führte Nordex die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen und die westlichen Sanktionen gegen Russland ins Feld, die zu Verwerfungen an den Energie-, Rohstoff- und Logistikmärkten führten.

Nordex hatte die Vorlage seiner Quartalsergebnisse wegen eines Cyber-Sicherheitsvorfalls verschoben und war wegen der verspäteten Bekanntgabe aus dem Nebenwerte-Index SDax geflogen. Einziger Großaktionär ist der spanische Mischkonzern Acciona , der fast ein Fünftel an Nordex hält.

Die ganze Branche leidet

Nordex war bereits mit roten Zahlen in das neue Jahr gestartet. Allerdings leiden die Wettbewerber wie Vestas und Siemens Gamesa ebenfalls und sehen sich wegen steigender Kosten sowie Störungen in den Lieferketten vor Problemen.

Nordex hatte zuletzt mit Unterstützung seines Großaktionärs zwei Kapitalerhöhungen durchgeführt und dabei insgesamt brutto 351 Millionen Euro eingesammelt.

Nordex gibt sich zuversichtlich

Firmenchef Jose Blanco äußerte sich in der Mitteilung zuversichtlich. Man werde mittelfristig von den guten Wachstumsaussichten der Windkraftindustrie profitieren. "Wir sehen weiterhin eine starke Auftragslage und verfügen über ein wettbewerbsfähiges Produktportfolio", betonte der Manager.

Die Zahlen kamen an der Börse nicht gut an: Die Aktie sank im frühen Handel um rund 2,2 Prozent. Auf Jahressicht gesehen hat die Aktie über 26 Prozent an Wert verloren, nachdem sie im März ihr Jahreshoch von 17,47 Euro erreicht hatte. Direkt nach dem Eintritt Russlands in den Krieg in der Ukraine erhofften sich Anleger, dass Windkraftanlagen einen Schub bekommen, um von fossilen Brennstoffen, vor allem russischem Gas und Kohle, wegzukommen. Finanzminister Christian Lindner (FDP) sprach in einer Rede vor dem Bundestag, man müsse erneuerbare Energien ausbauen, denn sie seien Freiheitsenergien.

(mit Material von dpa-AFX)

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