USA: Michigan-Konsumklima gestiegen - Inflationserwartungen deutlich gesunken

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im November aufgehellt und die Inflationserwartungen sind deutlich gesunken. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg von 61,3 Punkten im Vormonat auf 69,4 Punkte, wie die Universität am Freitag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit 62,0 Punkten gerechnet. Sowohl die Bewertung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen der Verbraucher hellte sich auf.

Die Inflationserwartungen der Verbraucher gingen deutlich zurück. Auf Sicht von einem Jahr sanken sie von 4,5 Prozent auf 3,1 Prozent. Der Rückgang um 1,4 Prozentpunkte ist der stärkste seit 22 Jahren. Die längerfristigen Inflationserwartungen gaben von 3,2 Prozent im Vormonat auf 2,8 Prozent nach. Es war jeweils ein deutlich geringerer Rückgang der Rate erwartet worden.

Die Inflationserwartungen stehen an den Finanzmärkten besonders im Fokus, da die US-Notenbank Fed die künftigen Zinsentscheidungen von der Entwicklung von Wirtschaftsdaten abhängig macht. Auf ihrer jüngsten Sitzung hatte die Fed den Leitzins unverändert belassen. Die nächste Sitzung steht in der kommenden Woche an. Zuletzt wurde an den Märkten über Zinssenkungen im kommenden Jahr spekuliert.

Der Indikator der Universität Michigan misst das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

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