London: Sanktionen gegen Firmen und Privatleute wegen Hilfe für Moskau

dpa-AFX · Uhr

LONDON (dpa-AFX) - Zum zweiten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine hat Großbritannien Sanktionen gegen 50 Unternehmen und Privatleute wegen ihrer Unterstützung des Kriegs verhängt. Im Visier seien Firmen und Manager, die Russland und dessen Präsidenten Wladimir Putin mit Waffen versorgten, teilte das Außenministerium in London am Donnerstag mit. "Diese neuen Sanktionen zielen zudem auf wichtige Einnahmequellen Russlands ab, indem sie den Handel mit Metallen, Diamanten und Energie einschränken und die Finanzierung von Putins illegalem Krieg in jeder Hinsicht unterbinden." Russland hatte die Ukraine am 24. Februar 2022 mit einer umfassenden Invasion angegriffen.

Die Zwangsmaßnahmen richten sich unter anderem gegen den staatlichen russischen Munitionshersteller Swerdlow und russische Importeure sowie internationale Ölhändler, die Russland den Angaben zufolge helfen, bestehende Sanktionen zu umgehen. Großbritannien geht zudem gegen den Chef des größten russischen Diamantenproduzenten Alrosa sowie leitende Mitarbeiter und Eigentümer des größten russischen Kupfer-, Zink- und Stahlproduzenten vor. Betroffen sind auch Unternehmen aus der Türkei, China und Belarus, die kriegswichtige Elektronik an Russland lieferten.

"Die heutigen Maßnahmen werden Putins Fähigkeit beeinträchtigen, sein in Schwierigkeiten geratenes Militär mit High-Tech-Ausrüstung und dringend benötigten Waffen auszustatten, und ihn daran hindern, seine Kriegskassen aufzufüllen, während die Ukraine sich verteidigt", hieß es in der Mitteilung weiter. Der britische Außenminister David Cameron sagte: "Gemeinsam werden wir angesichts der Tyrannei nicht nachlassen. Wir werden die Ukraine weiterhin in ihrem Kampf für Demokratie unterstützen - so lange es nötig ist."/bvi/DP/nas

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