Schulze - Mehr als 100 Abschlüsse auf Ukraine-Wiederaufbaukonferenz

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Berlin (Reuters) - Auf der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Berlin sind nach Aussagen von Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) mehr als 100 Vereinbarungen zwischen Regierungen und Unternehmen unterzeichnet worden.

Unter anderem sei eine Allianz zur Finanzierung von kleinen und mittelgroßen ukrainischen Unternehmen geschlossen worden, teilte die Bundesregierung mit. Zudem einigten sich 13 führende Exportkreditagenturen und Investitionsversicherer auf ein Abkommen zur Stärkung der ukrainischen Wirtschaft, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium. Deutschland sei dabei ein Vorreiter bei der Übernahme von wirtschaftlichen und politischen Risiken für deutsche Exporteure und Investoren in der Ukraine, sagte Vizekanzler Robert Habeck (Grüne).

Auf der zweitägigen Wiederaufbaukonferenz kamen Dienstag und Mittwoch mehr als 2000 Vertreter aus Wirtschaft, internationalen Fördereinrichtungen und der Zivilgesellschaft zusammen. Ziel war nicht wie auf einer klassischen Geberkonferenz, eine möglichst hohe Summe an staatlichen Mitteln einzusammeln. Die EU hatte der Ukraine erst im Februar 50 Milliarden Euro Finanzhilfe zur Verfügung gestellt. Vielmehr soll privates Kapital für den Wiederaufbau des von Russland angegriffenen Landes aktiviert werden.

Schulze verwies darauf, dass für die ukrainische Wirtschaft vor allem kleine und mittlere Unternehmen entscheidend seien. Diese könnten aber die Zinssätze von 20 bis 25 Prozent in der Ukraine nicht bezahlen. "Deshalb sind zinsverbilligte Kredite ein wichtiger Hebel, um die Wirtschaft in der Ukraine am Laufen zu halten." In Berlin hätten sich 14 Länder und 17 Organisationen zusammengefunden, um zu helfen. Dafür diene auch der ukrainische Business Development Fund. Dieser solle nach dem Vorbild der KfW ausgebaut werden. Auch die EU, die Weltbank, Japan und Luxemburg wollten sich dabei engagieren.

Die KfW unterzeichnete nach eigenen Angaben auf der Konferenz in Berlin neue Verträge im Volumen von 190,65 Millionen Euro. Dabei gehe es um neue Zusagen zur Reparatur und Wiederherstellung der Energie-Infrastruktur, Berufsbildung und kommunalen Infrastruktur. Die KfW-Tochter DEG habe einen Vertrag über ein neues Vorhaben zu erneuerbaren Energien unterzeichnet.

(Bericht von Andreas Rinke, Klaus Lauer; redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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