Polizei-Einsatz bei Tiroler Villa von Signa-Gründer Benko

Wien (Reuters) - Die Villa des Signa-Gründers Rene Benko in Tirol wird derzeit von der Polizei durchsucht.
Das bestätigte Benko-Sprecher Norbert Wess am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. "Ja, es findet gerade eine Durchsuchung zwecks Sicherstellung von allfälligen Unterlagen zu den medial bereits transportierten Vorwürfen vor Ort statt", teilte Wess in einer schriftlichen Stellungnahme mit. Sein Mandant verhalte sich kooperativ und konstruktiv. Auch die "Kronen Zeitung" und andere Medien hatten über den Polizei-Einsatz in Igls berichtet. Laut der Tageszeitung "Heute" kommt es auch an anderen Standorten zu Hausdurchsuchungen. Die Polizei in Tirol und die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wollten sich auf Anfrage nicht dazu äußern.
Im Frühjahr wurde bekannt, dass die Behörden im Zusammenhang mit der Insolvenz der Signa-Gruppe auch gegen Firmengründer Benko ermitteln. Der Vorwurf lautet Betrug aufgrund mutmaßlichen Vortäuschens der Zahlungsfähigkeit bei der Verlängerung von Bankkrediten. Medienberichten zufolge geht es um einen 25-Millionen-Euro-Kredit einer österreichischen Bank, bei dessen Verlängerung im vergangenen Sommer Benko das Institut über die finanzielle Lage der Signa-Gruppe getäuscht haben soll. Benkos Anwalt hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.
(Bericht von Alexandra Schwarz-Goerlich, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)