Digitalgeld

Israel will erst nach digitalem Euro Digitalversion des Schekel starten

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Jerusalem (Reuters) - Israels Notenbank wird wahrscheinlich mit einer digitalen Version der Landeswährung Schekel so lange warten, bis die Europäische Zentralbank (EZB) ihren digitalen Euro eingeführt hat.

Die Bank von Israel begann 2017 mit der Prüfung einer möglichen digitalen Zentralbankwährung und verstärkte die Forschungen und Vorbereitungen dann ab November 2020. "Wir warten alle darauf, dass die erste westliche Zentralbank den Anfang macht, was fast sicher die EZB sein wird", sagte Israels stellvertretender Notenbankchef, Andrew Abir, der Nachrichtenagentur Reuters. Und dann würden viele Länder schnell nachziehen.

Israels Notenbank hat sowohl Fintech-Unternehmen als auch traditionelle Finanzhäuser eingeladen, sich am Projekt eines digitalen Schekel zu beteiligen, um Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dennoch betonen die Währungshüter, dass sie noch nicht sicher seien, ob sie letztendlich eine solche Digitalwährung ausgeben werden. Die Notenbank betrachtet ihre Untersuchungen als Aktionsplan, um bereit zu sein, wenn sie es für angemessen und nötig erachtet.

Stand März 2024 wird derzeit in 134 Staaten die mögliche Ausgabe von digitalen Versionen der jeweiligen Landeswährung geprüft. In einigen Ländern wie China gibt es bereits weit fortgeschrittene Pilotprojekte. Die Federal Reserve in den USA ist dagegen noch sehr zurückhaltend bei dem Thema. Die EZB hatte im Oktober grünes Licht für die nächsten Schritte hin zu einem digitalen Euro gegeben. In dieser auf zwei Jahre angelegten Vorbereitungsphase wird aktuell das Regelwerk fertiggestellt und es werden Anbieter für die Entwicklung von Plattform und Infrastruktur ausgewählt. Die Bundesbank rechnet frühestens 2028/2029 mit der Einführung eines digitalen Euro im Euroraum.

(Bericht von Steven Scheer; Bearbeitet von Frank Siebelt; Redigiert von Ralf Banser; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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