OECD-Analyse - Steuerbelastung von Firmen international stabil bei 21 Prozent

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Berlin (Reuters) - Die Steuerbelastung von Unternehmen ist einer OECD-Analyse zufolge in den vergangenen drei Jahren stabil geblieben.

Der Regelsatz liege im Schnitt bei 21,1 Prozent, teilte die Industriestaaten-Organisation, die dafür mehr als 160 Länder unter die Lupe genommen hat, am Donnerstag in Paris mit. Zuvor waren die Sätze zwei Jahrzehnte lange gefallen - von 28 Prozent im Jahr 2000 auf gut 21 Prozent 2021.

Die globale Mindeststeuer für größere Unternehmen in Höhe von 15 Prozent könnte einen Beitrag zur Stabilisierung geleistet haben, so die OECD. Sie wurde von mehr als 140 Staaten beschlossen und befindet sich derzeit in einem Teil der Länder in der Umsetzung. Allerdings verzögert sie sich in wichtigen Volkswirtschaften wie den USA.

In Deutschland liegt die Steuerlast von Unternehmen bei rund 30 Prozent. Zahlreiche Wirtschaftsverbände halten dies für zu hoch und haben immer wieder eine Absenkung auf 25 Prozent gefordert, dem Niveau vieler vergleichbarer Staaten. Eine Mehrheit dafür innerhalb des Parlaments ist aber nicht in Sicht. FDP und Union sind tendenziell dafür, SPD und Grüne eher dagegen.

(Bericht von Christian Krämer.; Redigiert von Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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