Umfrage - Handel kann zum Schulstart mit 700 Millionen Euro Umsatz rechnen

Berlin (Reuters) - Zuckertüten, Bücher, Ranzen: Auf den anstehenden Schulstart freut sich der Einzelhandel.
Die Geschäfte können nach dem Ende der Sommerferien mit Umsätzen in Höhe von 702 Millionen Euro rechnen, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Instituts IFH Köln unter 1500 Personen im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervorgeht. Das wären acht Prozent mehr als 2023.
"Wenn das neue Schuljahr bevorsteht, ist der Einzelhandel jedes Jahr wieder die Anlaufstelle für Schreibwaren, aber auch Schultüten und Geschenke", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Etwas mehr als zwölf Prozent der Befragten planen, anlässlich der Einschulung einzukaufen. Fast 70 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher geben an, zu diesem Anlass Süßigkeiten kaufen zu wollen. Den Erwerb von Büchern und Schreibwaren planen knapp 65 Prozent, während Ausstattung wie der Schulranzen oder der Schreibtisch auf dem Einkaufszettel bei fast 60 Prozent der Befragten steht. Die Füllung der Schultüten besteht neben Lebensmitteln und Schulmaterialien auch aus Spielwaren, zu denen rund 58 Prozent greifen wollen.
Die meisten Verbraucher wollen die Höhe ihrer Ausgaben zum Schulstart beibehalten: Etwa 38 Prozent geben an, gleich viel ausgeben zu wollen wie im vergangenen Jahr. Fast 35 Prozent wollen zu diesem Anlass hingegen mehr ausgeben. Mit geringeren Ausgaben zur Einschulung plant etwas mehr als ein Viertel der Befragten. In Thüringen enden die Sommerferien bereits in dieser Woche. In Bayern und Baden-Württemberg haben sie dagegen gerade erst begonnen.
Der Einzelhandel kann frische Impulse gut gebrauchen. Von Januar bis April legte sein Umsatz inflationsbereinigt lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Die Branche setzt aber auf eine deutliche Belebung in der zweiten Jahreshälfte. Die abflauende Inflation bei steigenden Löhnen könnte die Kaufkraft vieler Verbraucher stärken.
(Bericht von Rene Wagner, redigiert von Sabine Ehrhardt - Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)