Mächtige US-Autogewerkschaft UAW mobilisiert Mitglieder für Harris
Detroit (Reuters) - Die mächtige US-Autogewerkschaft UAW schickt ihre eine Million Mitglieder zur Unterstützung der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin Kamala Harris in den Wahlkampf.
In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung der United Auto Workers (UAW) wurden unter anderem Gespräche mit potenziellen Wählern an der Haustür angekündigt. Wie viel Geld die UAW dafür ausgeben will, wurde zunächst nicht bekannt. Eine mit den Plänen vertraute Person bezifferte die Summe jedoch auf mehrere Millionen Dollar. Die Unterstützung der Gewerkschaft könnte Harris in den besonders wichtigen Bundesstaaten Michigan - dem Sitz der UAW - sowie Ohio und Pennsylvania helfen.
Mitglieder der UAW waren der Erklärung zufolge bei der Präsidentenwahl 2020 in Michigan für 9,2 Prozent der für den damaligen Kandidaten und heutigen Amtsinhaber Joe Biden abgegebenen Stimmen verantwortlich. In den USA haben sich einige Gewerkschaften wie die International Brotherhood of Teamsters noch nicht zu einem Kandidaten bekannt. Bei den früheren Abstimmungen hatte auch der republikanische Bewerber Donald Trump Unterstützung aus der Arbeiterschicht erhalten. Umfragen zufolge liegen Harris und Trump vor der Abstimmung Anfang November eng beieinander. Zuletzt zeichnete sich in einigen Erhebungen ein kleiner Vorsprung für die Vizepräsidentin ab.
(Bericht von Nora Eckert; geschrieben von Scot W. Stevenson, redigiert von Philipp Krach.; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)