EU und China wollen Gespräche zu E-Auto-Sonderzöllen intensivieren

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Brüssel/Hongkong (Reuters) - Die EU und China wollen ihre Verhandlungen über Sonderzölle auf Elektroautos aus der Volksrepublik intensivieren.

Darauf hätten sich Chinas Handelsminister Wang Wentao und der EU-Handelsbeauftragte Valdis Dombrovskis verständigt, wie die Brüsseler Behörde am Freitag mitteilte. Das Gespräch am Donnerstag sei offen und konstruktiv gewesen, so ein Sprecher der Kommission. Das EU-Vorgehen beruhe auf Fakten und habe das Ziel, einen fairen Wettbewerb herzustellen. Beide Seiten wollten eine gemeinsame Linie finden. Die EU werde ihre Überprüfung der chinesischen Handelspraktiken aber fortsetzen.

Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, beide Seiten wollten ihre Differenzen zum Import chinesischer Elektrofahrzeuge beilegen. China und die Europäische Union führten "umfassende, eingehende und konstruktive Gespräche", bei der beide Seiten "klar ihren politischen Willen zum Ausdruck brachten, ihre Differenzen durch Konsultationen zu lösen".

Die EU-Kommission ist für die Handelspolitik Europas zuständig. Wenn sich nichts mehr ändert, werden zusätzlich bis zu 35,3 Prozent auf E-Autos aus China erhoben - auf den normalen Zehn-Prozent-Satz für Autoimporte. In den USA gibt es ähnliche Maßnahmen. Der Westen wirft China in zahlreichen Industriezweigen Überkapazitäten und Dumping-Preise vor.

Über die abschließende Regelung zu den E-Autos müssen die 27 EU-Mitgliedsstaaten abstimmen. Die Zölle würden dann ab Ende Oktober greifen, wenn nicht noch eine qualifizierte Mehrheit dagegen votiert. Dies müssten mindestens 15 Länder sein, die zusammen auch 65 Prozent der EU-Bevölkerung stellen.

(Bericht von Philip Blenkinsop und Farah Master, geschrieben von Esther Blank und Christian Krämer.; Redigiert von Hans Busemann)

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