Autozulieferer Hella rechnet mit Gewinnrückgang

Der Auto-Lichttechnik-Spezialist Hella muss seine Geschäftserwartungen erneut nach unten schrauben und will seinen Sparkurs beschleunigen.
Der Umsatz werde in diesem Jahr mit 7,9 bis 8,1 Milliarden Euro maximal auf Vorjahresniveau liegen, die operative Umsatzrendite werde mit 5,5 bis 6,0 (2023: 6,1) Prozent noch darunter liegen, teilte die Lippstädter Tochter des französischen Autozulieferers Forvia am Donnerstag mit. Daraus errechnet sich ein Gewinn zwischen 435 und 485 (486) Millionen Euro. Schon im Juli hatte sich Hella nur noch die untere Hälfte der bisherigen Umsatz- und Renditespanne zugetraut - nun ist deren unterer Rand die Obergrenze der neuen Prognose.
Das Umfeld in der Autoindustrie sei schon seit Jahresbeginn "anspruchsvoll", sagte Hella-Chef Bernard Schäferbarthold. "Vor allem seit Mitte des Jahres verschlechtern sich jedoch die Rahmenbedingungen stärker als erwartet." Die Belastungen für Umsatz und Gewinn wüchsen. Als Konsequenz wolle Hella das Geschäft mit Kunden in Amerika und China forcieren, wo schon jetzt zwei Drittel des Auftragseingangs in diesem Jahr kämen. In Europa werde das Sparprogramm beschleunigt, durch "strukturelle Anpassungen im europäischen Netzwerk" und bei Investitionen. Dies und die Synergien innerhalb des Forvia-Konzerns sollen sich schon im nächsten Jahr positiv in der Rendite niederschlagen.