Niedersachsens Wirtschaftsminister fordert VW-Plan ohne Werksschließungen

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Frankfurt (Reuters) - Der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) fordert vom Vorstand des kriselnden Autobauers Volkswagen einen Plan, wie er aus der Misere ohne betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen herauskommt.

Es sei nun Aufgabe des Vorstands, Konzepte zu entwickeln, wie die Werke erhalten und die Auslastung gesichert werden könnten, sagte Lies im Deutschlandfunk. Das Land Niedersachsen, das an Volkswagen beteiligt ist, lehne Werksschließungen ab. "Den Plan muss man haben und dann muss man sagen, welche Modelle bauen wir wo, welche Stückzahlen brauchen wir." Das müsse bei den Verhandlungen über einen Haustarifvertrag bei Volkswagen, die am Mittwoch weitergehen, auf den Tisch gelegt werden. "Dieses Offenhalten, gibt es Werksschließungen, gibt es keine, ist keine Grundlage".

Volkswagen leide unter einer Kaufzurückhaltung, weil die Menschen wegen der Transformation zur Elektromobilität verunsichert seien, sagte Lies. Es müssten wieder Anreize für den Kauf von E-Autos eingeführt werden. Dass die Bundesregierung diese Ende letzten Jahres aus Spargründen abgeschafft hatte, sei ein Riesenfehler gewesen. "Die Art und Weise, wie dort gestrichen worden ist, ohne darüber nachzudenken, was das für Konsequenzen hat, war absolut fehlerhaft, das muss korrigiert werden und zwar sehr schnell." Er erwarte zeitnahe Antworten von der Bundesregierung.

Der Autobauer hat angekündigt, erstmals in der Geschichte Werke in Deutschland zu schließen. Dem Betriebsrat zufolge geht es um mindestens drei Werke und massiven Beschäftigungsabbau. Die Arbeitnehmervertretung will das verhindern.

(Bericht von Sabine Wollrab, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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