KfW will 2025 weniger am Markt aufnehmen

Die staatliche Förderbank KfW will angesichts der schwachen Konjunktur für das kommende Jahr am Finanzmarkt weniger Mittel aufnehmen als zuletzt geplant.
Für 2025 sei vorgesehen, über die Emission von Bonds 65 bis 70 Milliarden Euro am Kapitalmarkt einzusammeln, teilte die KfW am Dienstag mit. Im laufenden Jahr hat sie Anleihen über 78,1 Milliarden Euro zur Refinanzierung ihres Fördergeschäfts am Finanzmarkt platziert. Angepeilt war ursprünglich ein neues Refinanzierungsvolumen von 90 bis 95 Milliarden Euro. Diese Prognose wurde dann aber zur Jahresmitte auf rund 80 Milliarden Euro nach unten revidiert.
Die Liquiditätsposition der KfW sei derzeit komfortabel, erklärte die Förderbank. Wegen der schwachen Konjunktur sei die Nachfrage nach Förderkrediten im laufenden Jahr geringer ausgefallen als erwartet. Dazu kämen die nach unten angepassten Vorhersagen für 2025. Wegen der Konjunkturschwäche in Deutschland und der politischen Unsicherheiten im In- und Ausland sei nur mit einer verhaltenen Kreditnachfrage zu rechnen. "Wir haben eine bewährte Refinanzierungsstrategie und viel Erfahrung, um effizient durch die zu erwartenden Herausforderungen aus geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken zu navigieren", erklärte der für die Refinanzierungsgeschäfte verantwortliche KfW-Manager Tim Armbruster.
Im laufenden Jahr stieg der Anteil der in Euro ausgegebenen KfW-Papiere auf 62 (Vorjahr: 54) Prozent. Dagegen sank der Dollar-Anteil auf 25 (Vorjahr: 29) Prozent. Insgesamt platzierte die KfW im laufenden Jahr mehr als 140 Anleihen. Darunter waren neun sogenannte grüne Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 12,2 Milliarden Euro. Solche "Green Bonds" müssen besonderen Kriterien in puncto Nachhaltigkeit und Umweltschutz genügen. 2025 will die KfW über die Platzierung von grünen Anleihen rund zehn Milliarden Euro am Finanzmarkt einsammeln.