Griechenland erwartet wieder Rekordumsatz aus Tourismusgeschäft

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Athen/Berlin (Reuters) - Griechenland erwartet für das zu Ende gehende Jahr wieder Rekordeinnahmen aus dem Tourismusgeschäft.

"Wir rechnen mit etwa 22 Milliarden Euro", sagte Tourismusministerin Olga Kefalogianni am Dienstag dem Fernsehsender ERT. Das wären rund zehn Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2023, als sich der Umsatz auf 20 Milliarden Euro summierte. Griechenland zieht mit beliebten Reisezielen wie den Inseln Santorin und Kreta oder der Hauptstadt Athen mit der Akropolis viele Besucher aus der ganzen Welt an.

Der Tourismusboom ist ein Grund dafür, dass sich das auch bei deutschen Urlaubern hoch im Kurs stehende Land von seiner Schuldenkrise erholt. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im zu Ende gehenden Jahr um 2,3 Prozent wachsen, sagt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) voraus. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft soll lediglich stagnieren. 2025 soll es für Griechenland zu einem Plus von 2,2 Prozent reichen, 2026 dann sogar zu 2,5 Prozent.

Griechenland will im kommenden Jahr vorzeitig fünf Milliarden Euro an Rettungskrediten an die Euro-Länder zurückzahlen, wie Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis kürzlich ankündigte. Damit würde Griechenland bislang rund 25 Milliarden Euro aus Rettungsdarlehen zurückgezahlt haben, die das Land während seiner Schuldenkrise erhalten hatte. Die Euro-Zone und der Internationale Währungsfonds (IWF) hatten Griechenland wähtend der Schuldenkrise von 2009 bis 2018 bei drei Rettungsaktionen rund 280 Milliarden Euro geliehen.

Seitdem hat sich die griechische Wirtschaft unter der Regierung Mitsotakis erholt. Im vergangenen Jahr bekam sie von der Ratingagentur die begehrte Investment-Grade-Bewertung zurück, nachdem Staatsanleihen 13 Jahre lang in der Kategorie "Ramsch" gelegen hatten und damit für viele ausländische Investoren tabu waren.

Dennoch hat das Land noch wirtschaftliche Probleme. Dazu gehört die Arbeitslosigkeit. Mit 9,5 Prozent weist Griechenland aktuell die zweithöchste Erwerbslosenquote in der Euro-Zone aus, nach Spanien mit 11,3 Prozent.

(Bericht von Angeliki Koutantou, Rene Wagner, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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