Merz: Viele Syrer können und müssen zurück

Berlin (Reuters) - Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz fordert, dass ein Großteil der als Kriegsflüchtlinge aus Syrien gekommenen Menschen wieder in ihre Heimat zurückkehren sollen.
"Zwei Drittel arbeiten nicht, sind ganz überwiegend junge Männer. Und von denen können viele zurück und von denen müssen auch viele zurück", sagte der CDU-Vorsitzende am Sonntag in der ARD. "Aber in jedem Fall ist es richtig, jetzt nicht weitere Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen", fügte er hinzu. "Denn diejenigen, die kommen könnten, könnten auch Angehörige der Milizen von Assad gewesen sein. Und die können wir nun gar nicht in Deutschland gebrauchen." Es bleibe dabei, dass die Union Zurückweisungen an den deutschen Grenzen wolle, zumal dann andere europäische Staaten und nicht Deutschland für die Asylverfahren zuständig seien, sagte er in Anspielung auf die sogenannten Dublin-Regeln. Danach sind EU-Außenstaaten, in denen Flüchtlinge und Migranten zuerst in die Union einreisen, für Asylverfahren zuständig.
Merz betonte, dass die Syrer, die in Deutschland arbeiten und integriert seien, "selbstverständlich" bleiben könnten. "Auf diese Mitbürgerinnen und Mitbürger sind wir angewiesen, die wollen wir hier behalten." Zur Ausweisung von Straftätern nach Syrien sagte er, dass er diese Frage im Falle eines Wahlsiegs nicht alleine, sondern immer in Abstimmung mit europäischen Partnern wie Frankreich oder die Türkei entscheiden würde.
(Bericht von Andreas Rinke; redigiert von Birgit Mittwollen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)