Geldpolitik

Fed-Mitglied Hammack ist für langsame Zinssenkungen

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Aus den Reihen der US-Notenbank Fed hat es kurz vor Beginn der Schweigeperiode für die nächste Zinsentscheidung unterschiedliche Signale zu einem möglichen Zeitpunkt für die nächste Leitzinssenkung gegeben. Die Präsidentin der regionalen Notenbank von Cleveland, Beth Hammack, sprach sich in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "Wall Street Journal" für eine abwartende Haltung aus: "Wir können sehr geduldig sein."

Die Notenbankerin verwies auf die hartnäckig erhöhte Teuerung in den USA. "Wir haben immer noch ein Inflationsproblem", sagte Hammack. Zwar habe es beim Kampf gegen die hohe Inflation "erstaunliche Fortschritte" gegeben, aber "wir müssen die Arbeit noch zu Ende bringen". Die Präsidentin der regionalen Notenbank hatte bei der jüngsten Zinsentscheidung der Fed im Dezember im geldpolitischen Rat gegen eine Zinssenkung gestimmt.

Seit Beginn des Jahres hat die Spekulation auf weitere Zinssenkungen durch die US-Notenbank wegen der hartnäckigen Inflation und überraschend robuster Daten vom US-Arbeitsmarkt einen Dämpfer erhalten. Analysten erwarten die nächste Zinssenkung erst im Sommer.

Zuletzt hatte Notenbank-Direktor Christopher Waller allerdings eine mögliche Zinssenkung bereits im Verlauf der ersten Jahreshälfte ins Spiel gebracht. Er verwies auf jüngste Inflationsdaten und sagte am Donnerstag in einem Fernsehinterview, dass die Fed die Zinsen früher als derzeit am Markt erwartet senken könnte, wenn künftige Inflationszahlen mit dem positiven Bericht vom Dezember übereinstimmen. Im Dezember war die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, überraschend gesunken.

Die Notenbank der größten Volkswirtschaft der Welt hatte im Dezember den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte in eine Spanne von 4,25 bis 4,5 Prozent gesenkt. Die nächste Zinsentscheidung steht Ende Januar auf dem Programm.

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