Devisen: Euro baut Gewinne zum US-Dollar aus - Bericht über US-Zollpläne treibt

dpa-AFX · Uhr

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Montag im späten Handel seine Gewinne ausgebaut. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,0412 US-Dollar. Damit ist der Kurs seit dem Morgen um mehr als einen Cent gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag noch deutlich tiefer auf 1,0316 (Freitag: 1,0298) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9693 (0,9710) Euro gekostet.

Auslöser für den Kurssprung waren Spekulationen, dass die neue US-Regierung keine Eile mit der Änderung ihrer Handelspolitik hat. Unter anderem hatte die Zeitung "Wall Street Journal" berichtet, dass es wohl keine schnellen Erhöhungen der Zölle geben werde. Die Aussicht auf eine Verzögerung sorgte für Erleichterung und eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten, was den als sicher geltenden US-Dollar am Nachmittag belastete.

In seiner Antrittsrede als neuer US-Präsident hatte Donald Trump zwar angekündigt, Zölle und Steuern gegen andere Länder zu verhängen, um so die amerikanischen Bürger zu entlasten. "Es werden riesige Geldbeträge aus ausländischen Quellen in unsere Staatskasse fließen", sagte er. Er werde sofort beginnen, das Handelssystem zu überarbeiten, "um amerikanische Arbeitnehmer und Familien zu schützen". Details zu möglichen Importzöllen und betroffene Länder nannte Trump aber nicht.

Neue Impulse durch die Veröffentlichung frischer Konjunkturdaten gab es nicht. Zudem bleiben die US-Börsen am Montag wegen des Feiertags "Martin Luther King Day" geschlossen. Das Handelsvolumen war daher unterdurchschnittlich. Fundamental unbegründete Kursbewegungen sind an solchen Tagen häufiger als sonst./he

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