Trennung von milliardenschwerem Wertpapierpaket

VW will wohl bald weitere Traton-Aktien verkaufen

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Volkswagen will sich einem Magazinbericht zufolge bald von einem milliardenschweren Aktienpaket seiner Münchner Nutzfahrzeug-Tochter Traton trennen.

Vorstandschef Oliver Blume plane noch für das erste Halbjahr den Verkauf weiterer 15 Prozent an der Holding von Scania und MAN, berichtete das "Manager Magazin" am Mittwoch unter Berufung auf Beteiligte. Davon erhoffe sich der Wolfsburger Autobauer einen Erlös von rund zwei Milliarden Euro. Der Kurs müsse natürlich stimmen, noch gebe es keine finale Entscheidung. "Aber die Stimmung an der Konzernspitze sei eindeutig für die Reduzierung", zitierte das Wirtschaftsmagazin einen weiteren Beteiligten.

Ein Traton-Sprecher sagte, man könne sich zu Plänen von Volkswagen nicht äußern, bekomme aber von Anlegern immer wieder zu hören, dass der geringe Streubesitz für sie hinderlich sei. Volkswagen wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Vorstandschef Blume hatte im Mai angekündigt, der Konzern wolle seine Traton-Beteiligung mittelfristig auf 75 Prozent plus eine Aktie reduzieren.

Volkswagen hatte Traton vor fünfeinhalb Jahren an die Börse gebracht, damals aber nur zehn Prozent der Anteile verkauft - weniger als ursprünglich geplant. 89,7 Prozent liegen nach LSEG-Daten weiterhin beim Mutterkonzern. Der Aktienkurs leidet unter dem geringen Streubesitz. Insgesamt ist Traton an der Börse knapp 14 Milliarden Euro wert.

Traton-Chef Christian Levin habe sich für den Verkauf weiterer Anteile eingesetzt, auch der für die Sparte im Konzernvorstand zuständige Gunnar Kilian sei dafür, hieß es in dem Bericht. Im Frühjahr 2024 sei ein erster Versuch, ein Aktienpaket zu Geld zu machen, daran gescheitert, dass VW der Kurs zu niedrig gewesen sei.

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