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3 Top-Industrieaktien für den November

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Manchmal kann eine Aktie überzeugend aussehen, ist es aber nicht ganz wert, gekauft zu werden … zumindest noch nicht. Und derzeit stehen besonders die Industrieaktien im Gegenwind. Dennoch sollte man sie auf dem Schirm haben und einsteigen, wenn die größten Probleme durchgestanden sind.

3 Top-Industrieaktien für den November

Drei der besten Industrieaktien für die Watchlist im November sind iRobot, Ford und Oshkosh. Aber warum genau sind diese drei so interessant?

iRobot: Geht das Wachstum weiter?

Die langfristigen Trends stehen eindeutig zu Gunsten des Unternehmens. Der Roomba-Hersteller ist der unbestrittene Marktführer in der Heimrobotik und bietet neben seinem meistverkauften Robotersauger auch Roboter-Mops, Poolreiniger und mittlerweile sogar Rasenmäher an.

Selbst als Marktführer kratzt man kaum an der Oberfläche der breiteren Märkte, in denen man tätig ist. Obwohl das Unternehmen im Jahr 2018 einen beeindruckenden Anteil von 52 % am Markt für High-End-Robotersauger im Wert von rund 4 Milliarden USD hatte, betrug der Markt für alle Staubsauger weltweit mehr als 13 Milliarden USD, so dass hier noch genügend Luft nach oben ist.

Außerdem hat man gerade erst begonnen, Roboter-Rasenmäher zu verkaufen. Ein Bericht von Research and Markets vom April zeigt, dass der weltweite Markt für Rasenmäher voraussichtlich nur mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 5 % wachsen wird. Aber im gleichen Bericht heißt es auch, dass der Eintritt von iRobot in das Segment “die Nachfrage nach innovativen Rasenmähersystemen auf dem Markt antreiben dürfte”. Der Sektor insgesamt mag also recht langsam wachsen, aber iRobot ist bereit, den Anteil an diesem Markt schnell zu erhöhen.

Die jüngsten Bedenken über den Wettbewerb und die anhaltenden Handelskriegsprobleme haben dazu geführt, dass die Aktie in diesem Jahr bisher ein Drittel ihres Wertes verloren hat. Sollten die Handelsprobleme schnell gelöst werden können, kann die Aktie ansteigen und sieht durchaus noch nach einem langfristigen Kauf aus. Damit ist iRobot im November durchaus eine Aktie für deine Watchlist.

Ford: Luft anhalten!

Nachdem Ford vor einem Jahrzehnt als einziger der drei großen Autohersteller der Großen Rezession entkommen konnte, ohne in Konkurs zu gehen, performte die Aktie offen gesagt alles andere als berauschend. In den letzten 10 Jahren stieg der Aktienkurs lediglich um 18,3 %, während der S&P 500 174,5 % zulegen konnte. Wenigstens zahlt die Aktie eine ordentliche Dividende von derzeit rund 6,6 %. Wenn man die Dividende berücksichtigt, hat die Aktie in den letzten 10 Jahren immerhin noch 69 % Rendite geschafft.

Aber Investoren sollten die Aktie im November genauer beobachten. In erster Linie sollten sie warten, um die Ergebnisse von Fords Rivalen General Motors zu sehen, wo seit einiger Zeit gestreikt wird. Wenn der letztendliche Vertrag zu großen Zugeständnissen von GM führt, dürfte das die Aktie von Ford belasten, weil anzunehmen ist, dass Ford nachziehen muss. Aber wenn GM einen günstigen Deal aushandeln kann, könnte die Aktie von Ford sogar steigen.

Ford hat Programme zu Kostensenkungen gestartet und eine Reihe neuer Fahrzeuge zu bieten, die in diesem und im nächsten Jahr auf den Markt kommen sollten. Sollte der Aktienkurs weiter fallen und damit zu einer noch höheren Rendite führen, könnte dies ein guter Zeitpunkt sein, um hier einzusteigen. Also ruhig die Aktie im November mal im Auge behalten.

Oshkosh: ein LKW-Hersteller, der schon bessere Tage gesehen hat

Die Aktien des LKW-Herstellers Oshkosh stiegen, weil der Markt erwartete, dass Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten und ein republikanisch geprägter US-Kongress zu drei wichtigen Faktoren führen könnten, die dem Hersteller zugutekommen würden:

  1. Ein angekündigtes, groß angelegtes Infrastrukturprojekt, das die Investitionen erhöhen und zu einer erhöhten Nachfrage nach Zementmischern, Ladern und anderen Baufahrzeugen von Oshkosh führen würde.
  2. Die Mauer zu Mexiko, von der Oshkosh ebenfalls profitieren würde.
  3. Erhöhte Verteidigungsausgaben, was zu mehr Käufen von Oshkosh-Militärfahrzeugen wie dem minenresistenten All-Terrain Vehicle (M-ATV) durch das Pentagon führen würde.

Aber so kam es bislang nicht. Die versprochenen Ausgaben für die Infrastruktur kamen nicht, die Grenzmauer ist noch nicht gebaut. Eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben kam zustande, aber das Militär hatte für Oshkosh im März eine unerwartete Enttäuschung parat, da man weniger Fahrzeuge kaufte als angenommen.

Die Aktie von Oshkosh ging 2018 stark zurück, und obwohl sie sich seitdem etwas erholt hat, liegt das KGV des Unternehmens immer noch bei unter 10. Das ist ein Fünf-Jahres-Tief für den Nutzfahrzeughersteller. Es lohnt sich, Oshkosh im Auge zu behalten, um zu sehen, was passiert.

Foolishes Fazit

Der Industriebereich ist voller Möglichkeiten, aber nicht alle sind im Moment auch gute Chancen. Kluge Investoren sollten potenzielle Outperformer wie iRobot, Ford und Oshkosh im November auf der Watchlist haben.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von iRobot. John Bromels besitzt Aktien von Ford, iRobot und Oshkosh.

Dieser Artikel erschien am 18.10.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2019

Foto: Getty Images

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