AfD-Kampagne gegen Corona-Maßnahmen zielt auf Künstler und Eltern

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Um neue Wählergruppen zu erreichen, will die AfD Alleinerziehende, Künstler, Veranstalter, Gastronomen, Alte und Pflegebedürftige ansprechen, die von den Corona-Einschränkungen besonders betroffen sind. In einem internen Diskussionspapier ihrer Bundestagsfraktion heißt es: "Es besteht die Chance, über die eigene Anhängerschaft hinaus Gehör in jenen gesellschaftlichen Milieus zu finden, die der Partei bisher skeptisch gegenüberstanden."

In dem Papier wird zudem eine Umfrage erwähnt, die zeigt, dass AfD-Wähler deutlich weniger Angst vor einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 haben als Wähler anderer Parteien. Demnach äußerten lediglich 26 Prozent der AfD-Wähler diese Befürchtung. Zum Vergleich: unter den Wählern der Grünen und der SPD hatten jeweils 53 Prozent Angst vor einer Ansteckung.

Mit Unbehagen beobachtet man in der AfD, dass aus ihrer Sicht inzwischen auch Politiker aus Union und FDP versuchten, die Debatte über die demokratische Legitimation der Anti-Corona-Maßnahmen "an sich zu ziehen". Dem sollte die Bundestagsfraktion mit neuen, eigenen Vorschlägen begegnen. Der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Detlev Spangenberg, hatte am vergangenen Montag kritisiert: "Mit immer neuen Schreckensmeldungen schüren Regierung und Medien weiterhin die Corona-Hysterie." Offensichtlich sollten die Bürger "durch Angst und Panik" dazu gebracht werden, "immer neue Einschränkungen ihrer Freiheit klaglos zu akzeptieren - so willkürlich und unsinnig sie auch sein mögen"./abc/DP/jha

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