Airbus: Tausende Stellen sollen gestrichen werden ++ Steinhoff: Weiteres Geschäftsjahr mit Milliardenverlust ++ Dax: Extremste erste Jahreshälfte überhaupt endet

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Airbus: Tausende Stellen sollen gestrichen werden ++ Steinhoff: Weiteres Geschäftsjahr mit Milliardenverlust ++ Dax: Extremste erste Jahreshälfte überhaupt endet

Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Mittwoch zur Eröffnung keine großen Sprünge machen. Im Handelsverlauf könnte der deutsche Leitindex womöglich abermals den Bereich um die 12350 Punkte testen, in dem ihn jüngst mehrfach die Kraft verlassen hatte. Der EuroStoxx 50 wird rund 0,1 Prozent niedriger erwartet.

Extreme erste Jahreshälfte

Am Dienstag endete für den Dax ein extremes erstes Börsenhalbjahr 2020, das geprägt war von der Corona-Pandemie. Die Bilanz für die ersten sechs Monate des Jahres ist negativ: Das Minus beläuft sich auf 7,1 Prozent. Im zweiten Quartal allerdings verzeichnete das Börsenbarometer ein sattes Plus von fast 24 Prozent. Im Monat Juni stand ein Plus von gut 6 Prozent auf dem Kurszettel. „Noch nie ist der Dax so rapide gefallen und fast genauso rapide wieder gestiegen“, stellte Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets fest.

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Derzeit sind die Anleger jedoch weiter hin- und hergerissen zwischen der Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen einer erneuten Corona-Welle und der Hoffnung auf eine fortgesetzte Erholung der Wirtschaft. Frische Impulse könnten im Tagesverlauf Stimmungsdaten aus der Industrie der Eurozone liefern. Nach dem Börsenschluss hierzulande richten sich die Blicke in die USA. Dort wird das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed veröffentlicht, das Investoren auf Hinweise zur künftigen Geldpolitik abklopfen werden.

Airbus plant tausende Job-Streichungen

Unter den Einzelwerten dürften die Aktien von Airbus im Fokus stehen. Der Flugzeugbauer will wegen der Luftfahrt-Krise weltweit 15000 Stellen streichen – allein 5100 davon in Deutschland. Dies sei notwendig, um die langfristige Zukunft von Airbus zu schützen, sagte Konzernchef Guillaume Faury am Dienstagabend. Im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate bewegten sich die im MDax gelisteten Airbus-Aktien im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag bislang aber nur wenig und sanken zuletzt um rund 0,2 Prozent.

Viele Interessenten für Wirecard

Turbulent zugehen könnte es einmal mehr bei den fast schon zum Zockerpapier verkommenen Wirecard-Aktien. Auf Tradegate bauten sie ihre jüngste Gewinnserie am Mittwoch aus und stiegen um 44 Prozent. Zumindest für Teile des in einen Bilanzskandal verwickelten Zahlungsabwicklers gibt es Interessenten. Es hätten sich bereits zahlreiche Investoren aus aller Welt gemeldet, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé mit.

Am Dienstag waren die Wirecard-Titel zeitweise bis auf über neun Euro hochgeschnellt und hatten zum Handelsschluss 5,73 Euro gekostet, was einem Plus von rund 76 Prozent entsprach. Am Montag hatten sie sich zeitweise mehr als verdreifacht. Zuvor hatten sie allerdings binnen weniger Handelstage fast 99 Prozent eingebüßt.

Kurz und knapp:

Adidas: Der Sportartikelhersteller Adidas muss sich einen neuen Personalvorstand suchen. Karen Parkin, verantwortlich für das Ressort Global Human Resources, verlasse das Unternehmen nach 23 Jahren, teilte Adidas am Dienstagabend in Herzogenaurach mit. Der Aufsichtsrat habe „in gegenseitigem Einvernehmen“ zugestimmt, ihr Vorstandsmandat zum 30. Juni zu beenden. Adidas-Chef Kasper Rorsted übernehme übergangsweise ihre Aufgaben.

Fedex: Der US-Paketdienstleister Fedex steckt die Corona-Krise bislang besser weg als erwartet. Im jüngsten Geschäftsquartal (bis Ende Mai) sanken die Erlöse im Jahresvergleich nur um überraschend geringe zwei Prozent auf 17,4 Milliarden Dollar (15,5 Mrd Euro), wie der Deutsche-Post-Rivale am Dienstag nach US-Börsenschluss in Memphis mitteilte. Analysten hatten mit deutlich stärkeren Einbußen gerechnet. Anleger reagierten erfreut und ließen die Aktie nachbörslich um über neun Prozent steigen. Der Betriebsgewinn brach zwar von 1,3 Milliarden auf 475 Millionen Dollar ein, hier spielten allerdings auch Sonderfaktoren eine Rolle. Fedex musste aufgrund der Pandemie Abstriche machen, das Versandaufkommen von Geschäftskunden ging deutlich zurück. Die boomenden Online-Bestellungen von Privatpersonen während der Lockdown-Maßnahmen sorgten dennoch für hohe Nachfrage. Fedex-Chef Frederick Smith sprach von einer „Herkules-Leistung“ seines Teams.

Steinhoff: Der kriselnde Handelskonzern Steinhoff International hat das vergangene Geschäftsjahr 2018/19 mit einem Milliardenverlust abgeschlossen. Per Ende September 2019 stand unter dem Strich ein Minus von 1,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am späten Dienstagabend im südafrikanischen Stellenbosch mitteilte. Im Vorjahr war ein Fehlbetrag von 1,25 Milliarden Euro angefallen. Der Umsatz im fortgeführten Geschäft nahm um 5 Prozent auf knapp 12 Milliarden Euro zu. Einen Ausblick auf das neue Geschäftsjahr gab Steinhoff wegen der Corona-Pandemie nicht. Die Bedingungen für den Handel seien jedoch weiter problematisch. Zwar gebe es die ersten Lockerungen in den Ländern, in denen Steinhoff tätig sei, jedoch variierten diese von Land zu Land. Dabei seien die Geschäfte besser angelaufen, als erwartet und profitierten vom Nachholbedarf der Kunden. Die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung hänge jedoch vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie sowie dem wirtschaftlichen Umfeld ab. Insgesamt werde die Pandemie jedoch erhebliche negative Auswirkungen auf die Geschäftszahlen haben, hieß es. Die Barmittelposition des Unternehmens sei Anfang Juni dabei deutlich besser gewesen als zu Beginn der Pandemie prognostiziert, erläuterte Steinhoff.

Hugo Boss: Der Modehändler Hugo Boss will sein Onlinegeschäft deutlich ausbauen. Bis 2022 soll der Onlineumsatz von 151 Millionen 2019 auf mehr als 400 Millionen Euro steigern, teilte Hugo Boss am Mittwoch in Metzingen mit. Dies soll sowohl über den eigenen Onlineshop als auch über das Konzessionsgeschäft mit Partnern erreicht werden. „Die wachsende Bedeutung des Onlinegeschäfts ist 2020 noch deutlicher geworden. Unsere Branche ist mit einer noch nie dagewesenen Situation konfrontiert und das Einkaufsverhalten der Kunden verlagert sich zunehmend von stationär auf online“, erläuterte der für das E-Commerce-Geschäft verantwortliche Manager Matthew Dean mit Blick auf die Corona-Pandemie.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: vaalaa / shutterstock.com

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