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Alibaba und JD.com: So erfolgreich (oder auch nicht) war der Single’s Day für die zwei Aktien

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Alibaba und JD.com: So erfolgreich (oder auch nicht) war der Single’s Day für die zwei Aktien

Der sogenannte Single’s Day hat in diesen Tagen für einen heftigen Wirbel gesorgt. Eigentlich ein asiatisches Konstrukt, das hier einem Verkaufsfest von gigantischem Ausmaß gleicht, hat dieser Tag inzwischen auch Deutschland und Europa erobert. Viele Geschäfte haben auch hierzulande Sonderangebote präsentiert, auch wenn sich vieles wie eine Light-Version des asiatischen Events angefühlt haben mag.

Nichtsdestoweniger wurden sogar inzwischen deutsche Konzerne in den Bann dieses Events gezogen. Wirecard galt beispielsweise als Profiteur der gigantischen Handelsvolumina, wobei natürlich abzuwarten bleibt, wie genau die Auswirkungen auf das Wachstum ausgesehen haben.

Hauptprofiteure dieses einzelnen Handelstages dürften jedoch noch immer die beiden chinesischen E-Commerce-Akteure Alibaba und mit deutlichem Abstand JD.com gewesen sein. Schauen wir im Folgenden daher einmal, wie gigantisch die Konsumschlacht für diese beiden Namen ausgefallen ist.

Der Single’s Day in Zahlen für die Chinesen

Bereits im Vorfeld beziehungsweise in den frühen Stunden dieses Handelstages haben sich einige wesentliche Wendungen zumindest für Alibaba abgezeichnet. Der Platzhirsch kam nach der rekordverdächtigen Sekundenzahl von 68 auf einen Warenumsatz, der bei über einer Milliarde US-Dollar gelegen hat. Nach lediglich einer Stunde beliefen sich die Umsätze hingegen bereits auf den gewaltigen Betrag von 84 Mrd. Yuan, was umgerechnet einem gewaltigen Betrag in Höhe von 12 Mrd. US-Dollar entsprechen würde.

Eine ähnliche, wenngleich leicht abgeschwächte Dynamik hielt bei dem Platzhirsch den gesamten Tag über an. Bis zum Ende dieses Verkaufsevents erlöste Alibaba einen Warenumsatz in Höhe von 38,4 Mrd. US-Dollar, was im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung in Höhe von 26 % entsprach. So mancher mag hier mit einem noch höheren Wert gerechnet haben, allerdings lag auch der Vorjahreswert bereits bei 30,7 Mrd. US-Dollar, und je größer diese Zahlen werden, desto schwieriger dürfte es sein, hier relativ gesehen noch stärker zu wachsen. Wobei die Zahlen definitiv nicht weniger beeindruckend werden.

Auch JD.com konnte an diesem Tag übrigens glänzen und recht eindrucksvoll seine Verfolgerposition unter Beweis stellen. Bis Mitternacht erlöste dieser chinesische E-Commerce-Akteur nämlich Umsätze in Höhe von 26,5 Mrd. US-Dollar, was natürlich noch immer deutlich unter Alibaba liegt. Allerdings stieg hier das Warenvolumen im Vergleich zum Vorjahr um signifikante 30 %, womit der Platzhirsch zumindest relativ gesehen ausgestochen werden konnte.

Unterm Strich war der Single’s Day jedoch für beide Größen im chinesischen Markt ein Erfolg. Und ein Fingerzeig dafür, dass man auch die chinesischen Akteure in diesem Markt gewiss nicht unterschätzen sollte.

Westliche Formate bei Weitem ausgestochen

Mit diesen Zahlen und den Gesamtumsätzen konnten die Chinesen die uns hierzulande bekannten Verkaufsevents nämlich deutlich ausstechen. Zwar veröffentlicht Amazon rund um seinen Cyber Monday keinerlei Zahlen, gängige Prognosen gehen jedoch davon aus, dass in den USA rund um diesen Tag bis Thanksgiving Einzelhandelsumsätze in einer Größenordnung von 29 Mrd. US-Dollar generiert werden. Damit zeigen die Chinesen sehr deutlich, wer hier im E-Commerce das größere Verkaufsevent besitzt.

Außerdem kann diese Größe und dieses Event großen Ausmaßes ein starker Reminder dafür sein, dass es auch abseits der westlichen Akteure spannende E-Commerce-Börsengeschichten gibt, die sogar noch vergleichsweise klein sind. Alibaba bringt es gegenwärtig auf ein Börsengewicht in Höhe von 486 Mrd. US-Dollar, was noch immer bedeutend unter dem von Amazon ist. JD.com schafft es hingegen mit 48 Mrd. US-Dollar lediglich auf ein Zehntel dessen von Alibaba, was definitiv bemerkenswert ist.

Vielleicht könnte der Single’s Day trotz seiner eher marginalen Bedeutung für den gesamten operativen Lauf eines Geschäftsjahres daher eine Erinnerungsstütze dafür sein, wie stark der chinesische E-Commerce bereits ist. Und welche Chancen sich hier noch ergeben können.

Es liegt bei dir, was du daraus machst

Die Zahlen liegen somit auf der Hand und auch wenn sie bemerkenswert gewesen sind, ist ihre Bedeutung natürlich nicht zu überschätzen. Nichtsdestoweniger genießen Alibaba und JD.com in diesen Tagen viel Aufmerksamkeit. Ob auch deine, bleibt natürlich deine Entscheidung. Ein näherer Blick in diesen spannenden Tagen wird dich jedenfalls nicht viel kosten.

Kanadas Antwort auf Amazon.com!

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Vincent besitzt Aktien von Alibaba und JD.com. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von JD.com.

Motley Fool Deutschland 2019

Foto: Getty Images

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